Box Office "Die Tribute von Panem 2" kommen spielend auf eins

Kalkulierter Kassenhit erfüllt Erwartungen: Der zweite Teil der Fantasy-Dystopie "The Hunger Games" verbuchte das umsatzstärkste Startwochenende eines im November in den USA angelaufenen Films. Auch in Deutschland lockte "Catching Fire" ein Millionenpublikum an.

Studiocanal

USA

1. Gewinner der Woche

Katniss kann's einfach: War der Erfolg des ersten "Hunger Games"-Film im März 2012, als die Verfilmung des Romans von Suzanne Collins an seinem Startwochenende 152 Millionen Dollar einspielte, noch überraschend, ist die Fortsetzung nun in allen Prognosen als ein Garant für ein kommerziell gelungenes Kinojahr eingeplant worden.

"Catching Fire", so der Titel des zweiten Films mit Jennifer Lawrence in der Rolle der Kämpferin Katniss Everdeen, übertraf das Startergebnis des ersten Teils und spielte 161,1 Millionen Dollar ein. Das ist der höchste Umsatz, den ein im November gestarteter Film bislang erzielt hat - und im Jahr 2013 ist bisher nur ein Film in den USA noch stärker angelaufen, "Iron Man 3" mit rund 174 Millionen Dollar, der allerdings bei dieser Umsatzzahl von einem 3-D-Zuschlag profitieren konnte, wie das Fachorgan "Box Office Mojo" anmerkt.

2. Verlierer der Woche

Der Komiker Vince Vaughn konnte als Bringdienstler nicht die Herzen des US-Publikums erreichen. Die Komödie "Delivery Man" mit Vaughn in der Hauptrolle kam nur auf den vierten Platz in den Kinocharts.

3. Zahl der Woche

533 Kinder hat der von Vaughn gespielte Bote gezeugt - als Samenspender. Trotzdem wurde "Delivery Man" als Familienfilm vermarktet - womöglich eine Erklärung für den Misserfolg?

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Auch in Deutschland räumte "Die Tribute von Panem - Catching Fire", so der Verleihtitel hierzulande, ordentlich ab. 1,04 Millionen Tickets wurden für die Fortsetzung der düsteren Zukunftsvision verkauft, was dem Fachblatt "Blickpunkt:Film" zufolge 9,07 Millionen Euro in die Kassen brachte. Nur ein Film startete in deutschen Kinos 2013 stärker: die Komödie "Hangover 3". Der erste Film nach Suzanne Collins' Romanen kam in Deutschland zum Start auf 386.000 Zuschauer.

Doch auch der Zweitplazierte in den deutschen Kinocharts ist ein Gewinner, denn Bora Dagtekins Schulkomödie "Fack ju Göhte" musste zwar den ersten Platz aus der Vorwoche abgeben, lockte aber noch einmal gewaltige 710.000 Zuschauer an. Mit nun insgesamt 3,2 Millionen Besuchern ist der Film mit Elyas M'Barek in der Hauptrolle klar der erfolgreichste deutsche Film des Jahres.

2. Verlierer der Woche

Robert De Niro spielt zwar in gleich zwei Filmen in den deutschen Top Ten mit, doch beide platzieren sich eher in den hinteren Regionen: Der Buddyfilm "Last Vegas" kommt mit 42.000 Zuschauern auf Rang acht, während die Mafiakomödie "Malavita" von Luc Besson mit 41.000 Zuschauern auf dem neunten Platz startete.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Die Top Ten verpasste hingegen "Venus im Pelz", was angesichts der Thematik Sadomasochismus nicht ganz überraschend ist: Platz 13 mit 17.000 Zuschauern. Dabei konnte der SPIEGEL-ONLINE-Kritiker erstmals einen guten Auftritt von Emmanuelle Seigner in einem Film ihres Ehemannes Roman Polanski konstatieren. Das schreit doch nach einer zweiten Chance!

feb

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