Los Angeles - Kinoerfolge müssen laut, schnell geschnitten und in 3D sein, wenn sie auffallen wollen. Das haben die Blockbuster der vergangenen Jahre gezeigt. Und dann kommen die kleinen Ausnahmen dieser Regel ins Kino, und alle Regeln stehen Kopf.
Hollywoods Filmkritiker haben nun den französischen Stummfilm "The Artist" zum besten Film des Jahres gekürt. Bei der Vergabe der "Critics Choice Movie Awards" in der Nacht zum Freitag in Los Angeles gewann der Schwarz-Weiß-Film noch weitere drei Trophäen: für die Regie von Michel Hazanavicius, für die beste Musik und für seine Kostüme.
Der deutsche Hoffnungsträger Werner Herzog ging mit dem Dokumentarfilm "Die Höhle der vergessenen Träume" leer aus. In dieser Sparte gewann Martin Scorsese mit seiner Musik-Doku "George Harrison: Living In The Material World".
Das Rassendrama "The Help" brachte es auf drei Trophäen für Hauptdarstellerin Viola Davis, Nebendarstellerin Octavia Spencer und die Ensemble-Besetzung. George Clooney konnte sich mit seiner Rolle als gestresster Vater in "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" unter anderem gegen Brad Pitt, Michael Fassbender und Leonardo DiCaprio als bester Darsteller durchsetzen.
Die Preise des Kritiker-Verbands BFCA (Broadcast Film Critics Association) wurden zum 17. Mal vergeben. Viele der Filme, die von den Kritikern in vergangenen Jahren mit Trophäen bedacht wurden, kamen später auch zu Oscar-Ehren.
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