"Der Vorname"-Star und César-Gewinnerin Valérie Benguigui ist tot

Sie war eine der beliebtesten Schauspielerinnen des französischen Kinos. Mit Filmen wie "Der Vorname" hatte sie auch in Deutschland Erfolg. Nun ist Valérie Benguigui in Paris im Alter von nur 47 Jahren gestorben.

Valérie Benguigui bei der César-Verleihung im Februar 2013
AFP

Valérie Benguigui bei der César-Verleihung im Februar 2013


Paris - "Ich mache diese Arbeit schon lange", sagte Valérie Benguigui am Rande der César-Verleihung im Februar 2013, "aber es ist noch nicht so lange her, dass man mich dabei wahrnimmt." Valérie Benguigui brillierte immer wieder in Nebenrollen in französischen Komödien, und so war es auch passend, dass sie Frankreichs wichtigsten Filmpreis in der Kategorie "Beste weibliche Nebenrolle" verliehen bekam: für ihren Auftritt in der Komödie "Der Vorname". Es war ihre erste ganz große Ehrung - und es sollte ihre letzte zu Lebzeiten bleiben. Am Montag ist Valérie Benguigui im Alter von 47 Jahren gestorben.

Als sie unter der Regie von Alexandre de la Patellière in der Kinofassung der Komödie "Der Vorname" die Rolle der Babou spielte, die sie zuvor schon auf der Theaterbühne gegeben hatte, wusste Valérie Benguigui bereits von ihrer Erkrankung, wie Patrick Bruel, der Hauptdarsteller von "Der Vorname", dem Radiosender Europe 1 sagte. "Sie hatte so viel Mut", sagte Bruel nach Angaben von "Le Monde", man habe die Dreharbeiten auf sie abgestimmt. Bei der Schauspielerin war Brustkrebs diagnostiziert worden, wie "Paris Match" berichtet.

1965 in Paris geboren, debütierte Benguigui im Jahre 1986 in einem Film von Francis Huster an der Seite von Béatrice Dalle. Sie war für ihren Humor und ihr sprudelndes Temperament bekannt. Mit "Lügen haben kurze Röcke" schaffte die Darstellerin, die ihre Karriere am Theater begann, 1997 ihren Durchbruch im Kino. Weitere Erfolge feierte sie unter anderem mit "Drei Väter zuviel" und "Zwei ungleiche Freunde". In den deutschen Kinos war 2011 auch die Komödie "Fasten auf Italienisch" zu sehen, in der sie neben Kad Merad die weibliche Hauptrolle spielte.

Der "Figaro" zitiert in seinem Nachruf ein Interview, das Valérie Benguigui 2009 gab. Darin bezeichnete sie sich als "wahre Epikureerin", die es liebe, "zu lachen, zu essen, zu trinken, zu tanzen, den Idioten zu spielen und zu rauchen." Letzteres aber, so kündigte sie damals an, wollte sie aufgeben - ihren beiden Söhnen César und Abraham zuliebe.

feb/dpa



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