Berlinale 2014 Vier deutsche Filme starten im Wettbewerb

Vier Mal Deutschland, drei Mal China: Die Auswahl für den Wettbewerb der Berlinale steht fest. Von Regiedebütanten bis Veteranen ist alles dabei. Und über Mangel an Stars kann man sich diesmal auch kaum beschweren.

Deutscher Wettbewerbsbeitrag "Kreuzweg" von Dietrich Brüggemann
Alexander Sass

Deutscher Wettbewerbsbeitrag "Kreuzweg" von Dietrich Brüggemann


Berlin - Es ist die Geschichte eines deutschen Soldaten und eines afghanischen Übersetzers, die Regisseurin Feo Aladag ("Die Fremde") in ihrem Drama "Zwischen den Welten" erzählt. Ab dem 6. Februar wird sie damit im Wettbewerb der 64. Berlinale stehen, wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin nun bekanntgaben. Aladag steuert mit ihrem Film über Bundeswehrsoldaten in Afghanistan einen der vier deutschen Filme bei, die auf einen Goldenen Bären hoffen können.

Ebenfalls im Wettbewerb vertreten ist Dominik Graf ("Im Angesicht des Verbrechens"), der "Die geliebten Schwestern" zeigt. In dem historischen Liebesdrama um den Dichter Friedrich Schiller sind Hannah Herzsprung, Florian Stetter und Henriette Confurius zu sehen. Edward Berger ("Frau2 sucht HappyEnd") geht mit "Jack" an den Start und Dietrich Brüggemann ("Drei Zimmer/Küche/Bad") mit "Kreuzweg".

Der Wettbewerb ist mit insgesamt 20 Beiträgen aus Ländern wie Argentinien, Japan, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Norwegen, Österreich, Zypern, China und den USA nun komplett. 18 Weltpremieren und drei Spielfilmdebüts gibt es im offiziellen Wettbewerbsprogramm, darunter auch einige gute Bekannte der Berlinale.

So kommt US-Regisseur Richard Linklater ("Before Midnight") mit seinem neuen Film "Boyhood" nach Berlin, in dem die Hollywood-Schauspieler Patricia Arquette und Ethan Hawke zu sehen sind. Wes Anderson steuert den diesjährigen Eröffnungsfilm "The Grand Budapest Hotel" bei, in dem Ralph Fiennes, Mathieu Amalric und Adrien Brody mitspielen. Der 91-jährige französische Altmeister Alain Resnais zeigt "Aimer, boire et chanter" (Lieben, Trinken und Singen) mit Sabine Azéma, Sandrine Kiberlain und André Dussollier.

Die Wettbewerbsfilme der 64. Berlinale im Überblick:

  • "Zwischen Welten" von Feo Aladag, mit Ronald Zehrfeld, Mohamad Mohsen, Burghart Klaußner (Deutschland)
  • "Die geliebten Schwestern" von Dominik Graf, mit Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Henriette Confurius (Deutschland)
  • "Jack" von Edward Berger, mit Nele Mueller-Stöfen, Jacob Matschenz (Deutschland)
  • "Kreuzweg" von Dietrich Brüggemann, mit Franziska Weisz, Florian Stetter (Deutschland)
  • "Macondo" von Sudabeh Mortezai (Österreich)
  • "The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson, mit Ralph Fiennes, Mathieu Amalric, Adrien Brody (USA)
  • "Boyhood" von Richard Linklater, mit Patricia Arquette, Ethan Hawke (USA)
  • "Aimer, boire et chanter" (Lieben, Trinken und Singen) von Alain Resnais, mit Sabine Azéma, Sandrine Kiberlain, André Dussollier (Frankreich)
  • "La voie de l'ennemi" (Die Stimme des Feindes) von Rachid Bouchareb, Forest Whitaker, Harvey Keitel, Brenda Blethyn (Frankreich)
  • "Kraftidioten" von Hans Petter Moland, mit Bruno Ganz, Stellan Skarsgard, Birgitte Hjort Sørensen (Norwegen)
  • "71" von Yann Demange (Großbritannien)
  • "La tercera orilla" (Das dritte Ufer) von Celina Murga (Argentinien)
  • "Historia del miedo" (Geschichte der Angst) von Benjamin Naishtat (Argentinien)
  • "Praia do Futuro" (Strand der Zukunft) von Karim Ainouz (Brasilien)
  • "Statos" von Yannis Economides (Zypern)
  • "Bai Ri Yan Huo" (Black Coal, Thin Ice) von Yinan Diao (China)
  • "Tui Na" (Blind Massage) von Ye Lou (China)
  • "Wu Ren Qu" (No Man's Land) von Hao Ning (China)
  • "Chiisai Ouchi" (The Little House) von Yoji Yamada (Japan)
  • "Aloft" von Claudia Llosa, mit Jennifer Connelly, Cillian Murphy, Mélanie Laurent (Peru)

Außer Konkurrenz geht George Clooneys "Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" an den Start. Die Hauptrollen darin sind stark besetzt: Matt Damon, Bill Murray und Cate Blanchett spielen mit - und natürlich Clooney selbst. Der Franzose Christophe Gans präsentiert zudem "La belle et la bête" (Die Schöne und das Biest). Lars von Triers neuer Epos "Nymphomaniac Volume I" wird als Langfassung zu sehen sein.

Wer die Golden und Silbernen Bären erhält, entscheidet die internationale Jury unter dem Vorsitz von Produzent James Schamus. Die diesjährige Berlinale findet vom 6. bis zum 16. Februar statt.

vks/dpa

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.