Depardieu als Strauss-Kahn Film über Sexaffäre läuft in Cannes

Der Sexskandal um Dominique Strauss-Kahn wird zum Thema in Cannes: Bei den Filmfestspielen wird der Film "Welcome to New York" gezeigt , der sich an die Affäre anlehnt. Noch am selben Tag soll er auch im Netz zu sehen sein.

Gérard Depardieu: Hauptrolle als Finanzjongleur
DPA

Gérard Depardieu: Hauptrolle als Finanzjongleur


Cannes - Niemand spricht es offen aus, doch in "Welcome to New York" geht es ganz offensichtlich um den Sexskandal von Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Der Film wird bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes außer Konkurrenz zu sehen sein, teilte der Verleih Wild Bunch am Donnerstagmittag mit. Zur Premiere am 17. Mai kommen demzufolge die Hauptdarsteller Gérard Depardieu und Jacqueline Bisset sowie Regisseur Abel Ferrara.

In dem Film verkörpert Depardieu den Finanzjongleur Deveraux, in dessen Händen das finanzielle Schicksal vieler Nationen ruht. Jaqueline Bisset tritt in der Rolle von Devereaux' Ehefrau Simone auf. Der Plot ist offenbar an den Fall des ehemaligen IWF-Chefs Strauss-Kahn angelehnt: Der Franzose war im Mai 2011 nach dem Vergewaltigungsvorwurf eines New Yorker Zimmermädchens als Chef des Internationalen Währungsfonds zurückgetreten. Der viel beachtete Strafprozess wurde jedoch wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau eingestellt, in einem Zivilverfahren kam es dann zu einer außergerichtlichen Einigung.

Bei der Vermarktung gehen die Macher von "Welcome to New York" ungewohnte Wege: Schon wenige Stunden nach der Erstaufführung soll der Film bereits im Internet zum Download bereitstehen - und nicht zuerst in den Kinos anlaufen. "Welcome to New York" werde auf den Plattformen iTunes, maxdome und Google Play als Video on Demand sowie vier Wochen lang auch bei Sky Select verfügbar sein, heißt es.

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insgesamt 7 Beiträge
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glen13 08.05.2014
1.
Zitat von sysopDPADer Sexskandal um Dominique Strauss-Kahn wird zum Thema in Cannes: Bei den Filmfestspielen wird der Film "Welcome to New York" gezeigt , der sich an die Affäre anlehnt. Noch am selben Tag soll er auch im Netz zu sehen sein. http://www.spiegel.de/kultur/kino/welcome-to-new-york-strauss-kahn-film-wird-in-cannes-gezeigt-a-968301.html
Mit diesem Übergewicht traut doch niemand Depardieu eine Sexaffäre zu.
alohas 08.05.2014
2. Ah oui...
Ein russischer Kinostar in der Rolle eines notgeilen französischen Politikers. Sieh mal einer an. Hoffentlich ist auch noch eine Szene dabei, in der Depardjowskij alias DSK in ein Flugzeug pinkelt.
Boandlgramer 08.05.2014
3. optional
Cool - Jabba the hutt... ;)
sebastian.teichert 08.05.2014
4. optional
Der Mann wird auf nur noch peinlicher oder? Für mich ist er kurz vor Hässelhoff in seinen schlimmsten Zeiten. Mit dem Unterschied, dass ein de pardieu wohl kaum die Kraft hat sich von sowas durch recht eindrucksvoll zu erholen!
thomweb 08.05.2014
5. Wann spielt er Jelzin?
Es gab Jahrzehnte, da habe ich G. Depardieu verehrt. Als Vater einer pubertierenden Tochter, als Rodin, in Barocco, mit Miou Miou und oft mit Adjani.... Selbst als Obelix. Aber Depardieu hat sich auf die Seite der Mächtigen geschlagen. Nicht nur sein Einsatz für Sarkozy ist mir übel aufgestoßen. Er pinkelt nun Flugzeuge der Air France voll, er fährt besoffen mit dem Roller durch Paris und kümmert sich nicht um Justiz, Recht und Gesetz. Sein Äußeres zeigt, dass Depardieu sich endgültig als Gottkönig sieht. Heinrich der 8te hatte eine ähnliche Entwicklung genommen. Diese Woche war D. ja noch mit einer Sendung bei ARTE zu sehen, bei der er den Despoten in Russland und Aserbaidschan huldigte. Die von mir bevorzugten Gegenden des Kaukasus in Georgien hat er komplett ignoriert. Zum Gefallen seines Freundes Putin. D. sollte endlich mal eine Rolle spielen, die seinen neuen Freunden sehr gefallen wird. Jelzin. Alkoholkonsum und Figur passen bereits. Für den Obelix braucht er jedenfalls keine Maske mehr. Mann, was ist aus dem Supertalent geworden!
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