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07.11.2002
 

Potter-Plagiat

J.K. Rowling setzt russischen Kinderbuch-Autor unter Druck

Die russische Kinderbuchheldin Tanya Grotter ist dem erfolgreichen britischen Zauberlehrling Harry Potter zu ähnlich - findet die Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling und stellt dem Grotter-Autoren Dimitri Yemets ein Ultimatum. Die bisher erschienen Romane des Russen sollen schleunigst vom Markt genommen werden.

Mag keine Plagiate: Bestseller-Autorin Rowling
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REUTERS

Mag keine Plagiate: Bestseller-Autorin Rowling

London - Wie die BBC am Donnerstag berichtet, haben die Anwälte der britischen Bestseller-Autorin Rowling damit gedroht, den russischen Verlag Eksmo zu verklagen, der nun bereits das zweite Kinderbuch über die Abenteuer eines zaubernden elfjährigen Mädchens namens Tanya Grotter herausgebracht hat.

Rowling wirft dem Autor vor, ihre Erfolgsserie über den Zauberlehrling Harry Potter kopiert zu haben. Der Schriftsteller Dimitri Yemets bestreitet jedoch, Rowlings Ideen gestohlen zu haben. Seine Bücher basierten vielmehr auf russischer Kultur und Lebensart und seien eine gesellschaftliche Erwiderung auf Potter. Der erste Grotter-Roman "Tanya Grotter und der magische Kontrabass" verkaufte sich mehr als 100.000-mal und wurde auch ins Englische übersetzt. Der zweite Band, "Tanya Grotter und der verschwindende Fußboden", wurde in der vergangenen Woche in Russland veröffentlicht. Yemets plant noch weitere Abenteuer seiner Heldin.

Russischer Erfolgsroman: "Tanya Grotter und der magische Kontrabass"
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AP

Russischer Erfolgsroman: "Tanya Grotter und der magische Kontrabass"

Rowlings Anwälte stellten Yemets ein Ultimatum, seine Bücher bis zum kommenden Sonntag zurückzuziehen, ansonsten drohe eine Millionenklage. Auch der Entertainment-Konzern Warner Bros., Inhaber der weltweiten Vermarktungsrechte an Harry Potter, unterstützte die Drohung Rowlings.

Der russische Verlag beharrt jedoch zunächst darauf, die Bücher weiterhin zu vertreiben. "Wir werden sie ungeachtet dieser dummen Druckausübung weiter veröffentlichen", sagte Eksmo-Sprecher Alexei Shekhov gegenüber der BBC. Er fügte die Vermutung hinzu, dass die Anwälte der westlichen Bestseller-Autorin sich offenbar "Sorgen um einen ernsthaften Mitbewerber" machten.

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