Die ominöse Gestalt legt an der Grabstätte Poes in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland alljährlich drei Rosen nieder, begleitet von einer angebrochenen Flasche Cognac. Danach verschwindet sie wieder, ebenso eilig, wie sie gekommen ist.
In diesem Jahr hinterließ die immer wieder beobachtete, doch nie identifizierte Person, bei der es sich wohl schon um einen Nachfahren des ursprünglichen nächtlichen Besuchers handelt, zusätzlich einen Zettel auf der eisigen Gruft des vor fast 155 Jahren im Alter von 40 Jahren verstorbenen Schriftstellers ("Der Mord in der Rue Morgue").
Offenbar aus Ärger über Frankreichs Widerstand gegen den Irak-Krieg stand darauf das patriotisch einwandfreie, grammatikalisch aber nicht ganz korrekte Verdikt: "Das heilige Andenken an Poe und seine letzte Ruhestätte ist kein Ort für französischen Cognac. Nur mit großem Widerwillen, aber aus Respekt vor der Familientradition, wird der Cognac hingestellt."
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Kultur | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Literatur | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH