Von Markus Deggerich
Berlin - In dem Werk zu dem viel diskutierten Erfolgsfilm behauptet der Hauptdarsteller Ulrich Mühe in einem Interview mit dem Regisseur Florian Henkel von Donnersmarck, seine ehemalige Ehefrau, ebenfalls eine Schauspielerin, "hätte die ganze Zeit über bei der Staatssicherheit als IM gearbeitet". Die Anwälte Suhrkamps hatten beim Landgericht vergeblich eine sogenannte "Schutzschrift" hinterlegt, um einen Stopp des Buches ohne mündliche Verhandlung zu verhindern.
Mühe hatte in dem Interview unter anderem erklärt: "Ich bekam davon nichts mit, während es lief. Sie arbeitete ja auch nicht über mich". Sie habe "hauptsächlich in ihrem Ensemble über die Kollegen Berichte abgegeben".
Mühes Exfrau bestreitet seit Jahren, jemals für das MfS gearbeitet zu haben. Sie beauftragte den Berliner Anwalt Hardy Langer, um das Buch zu stoppen. Langer arbeitet in einer Kanzlei mit dem Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi. (Aktenzeichen 27 0 403/06)
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