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28.04.2006
 

"Sakrileg"-Urteil

Anwalt knackt Geheimcode

Der Code, den Richter Smith im Urteilstext zum Prozess um Dan Browns Bestseller-"Sakrileg" versteckt hatte, ist entschlüsselt. Des Rätsels Lösung ist allerdings nicht die Entlarvung einer Verschwörungstheorie, sondern ein  Verweis auf einen berühmten Admiral. 

London - Nur einen Tag brauchte der Anwalt Dan Tench, um den Code, den Peter Smith, Richter im Plagiatsprozess um Dan Browns Buch "Sakrileg" ("The Da Vinci Code") in seinem Urteil versteckt hatte, zu knacken.  

Richter Smith (Gerichtszeichnung): Code geknackt
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AP

Richter Smith (Gerichtszeichnung): Code geknackt

Smiths Code habe auf einer mathematischen Reihe, die in "Sakrileg" diskutiert wird, basiert. "Nach vielen Versuchen, haben wir eine Formel gefunden, die passt", schrieb Tench, der nichts mit dem Fall um Dan Brown zu tun, die kursiv gedruckten Buchstaben in dem Urteilstext aber entdeckt hatte, als er die Begründung für den Prozessgewinn Browns gegen zwei Kläger studierte, im britischen "Guardian".

Die Botschaft, die Smith versteckt hatte lautete: "Jackie Fisher, who are you? Dreadnought," schreibt Tench in der Zeitung "The Guardian". "Jackie Fisher, wer bist du? Dreadnought!"

Jackie Fisher war einer der großen britischen Admiräle. Als Erster Seelord führte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei der königlichen Marine die Großkampfschiffe ein. Das erste Schiff dieses Typus trug den Namen "Dreadnought". Richter Smith ist als Navy-Fan bekannt.

Bislang hat Smith sich noch nicht öffentlich zu der Entschlüsselung seines Codes geäußert. Tench aber sagte, der Richter ihm eine E-Mail geschickt, in der er bestätigt habe, dass er den Code richtig gelöst habe.

Smith, Richter am Hohen Gericht in London, hatte die Abweisung der Klage der Sachbuchautoren Michael Baigent und Richard Leigh mit kursiv gesetzten Botschaften - ganz nach dem Vorbild der beiden Bücher, Browns versehen.

Der "Smithy-Code' hatte für amüsierte Spekulationen unter britischen und amerikanischen Anwälten gesorgt, nachdem die verschlüsselte Botschaft wenige Wochen nach dem Urteil entdeckt worden war. 

anr/Reuters/dpa

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