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14.04.2007
 

Papst-Buch

Noch nicht im Laden - und schon ein Bestseller

Das Jesus-Buch von Papst Benedikt XVI. ist bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart ein Renner. Die Startauflage wurde wegen der großen Zahl an Vorbestellungen um 100.000 Exemplare erhöht.

Mainz - Der Chef des Freiburger Herder-Verlages, Manuel Herder, sagte bei der offiziellen Präsentation der deutschen Ausgabe von "Jesus von Nazareth" in Mainz, die Startauflage sei wegen der Vielzahl von Vorbestellungen von ursprünglich 150.000 auf 250.000 Exemplare erhöht worden: "Ich denke, dass wir damit bis zum Monatsende hinkommen werden." Das Jesus-Buch des Papstes kommt am kommenden Montag, dem 80. Geburtstag von Benedikt XVI., in den deutschen Buchhandel.

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagte, für viele sei es möglicherweise eine Sensation, dass sich ein Papst in Buchform mit dem Leben und Wirken Jesu befasse. Tatsächlich habe der frühere Theologieprofessor und Kardinal Joseph Ratzinger den Plan zu einem solchen Werk zweifellos schon seit vielen Jahren verfolgt.

Lehmann bezeichnete "Jesus von Nazareth" als ein "begeisterndes Buch", das viele Menschen auf dem Weg des Gottessohnes mitnehmen wolle und auch mitnehmen werde. Der Papst stütze sich in seinem neuen Werk auf die Ergebnisse der neutestamentlichen Forschung der letzten Jahrzehnte. Er habe dabei auch keine Scheu gehabt, von großen evangelischen Exegeten zu lernen. Es sei "ein wissenschaftlich fundiertes und doch ein frommes Buch, ein unaufgeregt missionarisches Buch, wie wir es heute brauchen."

Das Buch im Umfang von 447 Seiten widmet sich in zehn Kapiteln vor allem dem öffentlichen Wirken Jesu. Es beginnt mit der Taufe im Jordan, beschäftigt sich mit der Bergpredigt, dem Evangelium vom Reich Gottes, der Rolle der Jünger und den Gleichnissen. Der Papst plant einen zweiten Band, in dem es um Passion und Auferstehung Christi, die Anfänge der Kirche sowie auch um die Geburt und Kindheit Jesu gehen soll.

Lehmann wies darauf hin, was der Papst in seinem neuen Buch schreibe, komme "nicht mit einem autoritären Anstrich daher". Der Kardinal verwies darauf, dass der Papst selbst gesagt habe, das Buch sei "kein lehramtlicher Akt", sondern einzig Ausdruck seiner persönlichen Suche. Es stehe jedermann frei, ihm zu widersprechen.

Das Werk erscheint zunächst auf Deutsch, Italienisch und Polnisch. Eine englische Übersetzung ist für den 15. Mai geplant. Ausgaben in 16 weitere Sprachen sollen folgen.

asc/AP

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