"Das Buch überzeugt durch sprachliche Eindringlichkeit, erzählerische Kraft und psychologische Intensität. Ein Roman für lange Gespräche", so die Jury, die sich mit großer Mehrheit für den Roman der gebürtigen Berlinerin aussprach.
Preisträgerin Franck: "sprachliche Eindringlichkeit"
Julia Franck wurde 1970 geboren, sie studierte Altamerikanistik, Germanistik und Philosophie. Sie veröffentlichte bislang fünf Bücher, darunter "Liebediener" (1999) und Lagerfeuer (2003). Mit "Die Mittagsfrau" setzte sich die Autorin gegen fünf Mitfinalisten durch. 117 Vorschläge hatten die Verlage dieses Jahr insgesamt ins Rennen geschickt. Auf der Shortlist der besten sechs stand neben Katja Lange-Müller ("Böse Schafe"), Thomas Glavinic ("Das bin doch ich"), Michael Köhlmeier ("Abendland") und Thomas von Steinaecker ("Wallner beginnt zu fliegen") auch Martin Mosebach ("Der Mond und das Mädchen"), der dieses Jahr mit dem Georg Büchner-Preis bereits den renommiertesten Literaturpreis Deutschlands entgegennehmen durfte.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergab zum dritten Mal den Preis für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres. Die Auszeichnung orientiert sich am englischen Man Booker Prize und dem französischen Prix Goncourt und hat sich bereits in kurzer Zeit großes Renommee erworben. Jeder Verlag aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kann sich mit zwei Romanen für den Preis bewerben, den Juroren steht es frei, zusätzliche Titel anzufordern. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 37500 Euro dotiert, 25 000 davon gehen an den Gewinner, der Rest zu gleichen Teilen an die Mitfinalisten.
Neben SPIEGEL-Redakteur Mathias Schreiber gehörten der Jury in diesem Jahr Christian Döring (Lektor und Kritiker), Karl-Markus Gauß (Autor und Herausgeber der Zeitschrift "Literatur & Kritik"), Felicitas von Lovenberg (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ijoma Mangold (Süddeutsche Zeitung), Rudolf Müller (Literaturhandlung Müller & Böhm) und Hajo Steinert (Deutschlandfunk) an.
acl/dpa/ddp
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