Mittwoch, 10. Februar 2010

Kultur



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07.04.2008
 

Ehrung

"Washington Post" gewinnt sechs Pulitzer-Preise

Großer Erfolg für die "Washington Post": Gleich sechs Mal räumte die renommierte US-Zeitung bei der Vergabe der diesjährigen Pulitzer-Preise ab. Einen Sonderpreis erhielt der Musiker Bob Dylan.

New York - Die große Gewinnerin bei der diesjährigen Pulitzer-Preis-Vergabe heißt "Washington Post". Das Blatt konnte heute in New York sechs der insgesamt 15 Journalistenpreise einheimsen - darunter die Goldmedaille für einen hervorragenden "Dienst an der Öffentlichkeit".

Prämiertes Nachrichtenbild: Reuters gewann den Preis für dieses Foto aus Burma - es zeigt den APF-Reporter Kenji Nagai während der blutigen Unruhen im vergangenen Herbst. Nagai stirbt später an seinen Verletzungen
REUTERS

Prämiertes Nachrichtenbild: Reuters gewann den Preis für dieses Foto aus Burma - es zeigt den APF-Reporter Kenji Nagai während der blutigen Unruhen im vergangenen Herbst. Nagai stirbt später an seinen Verletzungen

Die Journalistinnen Dana Priest und Anne Hull erhielten den Hauptpreis zusammen mit dem Fotografen Michel du Cille für eine Reportage über die schlechte Behandlung verletzter Kriegsveteranen im Militärkrankenhaus Walter Reed in der Hauptstadt Washington.

Weitere Preise in der Kategorie Journalismus gingen unter anderem an die "New York Times", die "Chicago Tribune", den "Boston Globe" und die Nachrichtenagentur Reuters.

Auch der US-Rockmusiker Bob Dylan und der israelische Historiker Saul Friedländer erhalten einen Pulitzer-Preis. Der 75-jährige Friedländer bekam die renommierte Auszeichnung für sein Sachbuch "Das Dritte Reich und die Juden. Die Jahre der Vernichtung 1939-1945" zuerkannt. Dylan gewann einen Sonderpreis für seine "lyrischen Kompositionen von außerordentlicher poetischer Ausdruckskraft", wie die Jury der Columbia Universität bekanntgab.

Für seinen Debüt-Roman "The Brief Wondrous Life of Oscar Wao" bekam der 39-jährige Junot Diaz, Amerikaner dominikanischer Abstammung, den begehrten Preis für Belletristik. Gleich zweimal vergab die Jury die Auszeichnung in der Kategorie Lyrik. Robert Hass wurde für seine Gedichtsammlung "Time and Materials" geehrt, Philip Schultz für seine Veröffentlichung von "Failure".

Nach dem Broadway-Publikum überzeugte der Bühnenautor und Schauspieler Tracy Letts auch die Pulitzer-Jury mit seiner tragikomischen Familiensaga "August: Osage County".

Für die packend geschriebene Lebensgeschichte der amerikanischen Jugendbuch-Autorin Louisa May Alcott im 19. Jahrhundert "Eden's Outcasts: The Story of Louisa May Alcott and Her Father" bekam John Matteson die Ehrung in der Kategorie Biografie zuerkannt. Die in armen Verhältnissen aufgewachsene Alcott schrieb die Trilogie "Little Women" (deutscher Titel: Betty und ihre Schwestern), die später in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Die Bürgerkriegs-Analyse des amerikanischen Universitätsprofessors Daniel Walker Howe "What Hath God Wrought: The Transformation of America, 1815-1848" wurde mit dem Geschichtspreis ausgezeichnet.

Neben Bob Dylan erhielt auch der amerikanische Komponist David Lang für seine Original-Komposition "The Little Match Girl Passion" einen Musikpreis. Das Stück war von der renommierten New Yorker Carnegie Hall in Auftrag gegeben worden und hatte im Oktober Premiere.

Der Pulitzer-Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Journalisten und Schriftsteller in den USA. Er wird in mehr als 20 Kategorien verliehen und ist mit jeweils 10.000 Dollar (rund 6400 Euro) dotiert.

Die Preisübergabe ist für Ende Mai geplant. Die Auszeichnungen werden dann zum 92. Mal überreicht.

ler/dpa

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