Hamburg - Wie Herausgeber Tilman Spengler SPIEGEL ONLINE mitteilte, hat der Holtzbrinck-Verlag ("Die Zeit", "Handelsblatt") mit dem Erscheinen der Nummer 169 – "Der gläserne Mensch" – die Finanzierung des einst viermal im Jahr erscheinenden Periodikums beendet. Um eine riesige Summe dürfte es sich kaum gehandelt haben. Die letzten fünf Ausgaben, so Spengler, habe er "bis zum Kleben der letzten Briefmarke" komplett alleine bewerkstelligt.
"Kursbuch"-Cover: Ende einer Institution
Trotzdem will die "Zeit" - mit der das "Kursbuch" zuletzt kooperierte - das Magazin aus Kostengründen einstellen. "Es ist ein renommierter Titel, aber in den letzten Jahren haben sich immer weniger Menschen dafür interessiert und es gekauft", sagte Verlagssprecherin Silvie Rundel SPIEGEL ONLINE, "wir sehen keine wirtschaftliche Basis für die Fortführung des Titels."
Ironie der Geschichte: Am kommenden Montag erhält Spengler den "Großen Münchner Literaturpreis" – nicht zuletzt wegen seiner jahrzehntelangen Verdienste um das "Kursbuch".
rm
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