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31.07.2009
 

Sommerschmöker

Eine Lesestraße ins Paradies

Wer seine Arbeitskraft wirklich schätzt, macht nur im Ausnahmefall Gebrauch von ihr. Eine der vielen schönen Lektionen aus der wunderbaren "Straße der Ölsardinen".

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Allein wegen dieses Buchs lohnt es sich Urlaub zu machen - und sei es in einem stinkenden Hafenviertel voller Tagediebe, Chinesenläden und Hurenhäusern.

Das nämlich ist die "Cannery Row", die Straße der Sardinenfabriken im kalifornischen Monterey. Hier trinkt man Whisky der Marke "Old Tennis Shoes" und hegt solchen Respekt vor der menschlichen Arbeitskraft, dass man nur im Notfall, bei Spirituosenmangel, Gebrauch davon macht.

1945 erschienen, ist die Straße der Ölsardinen ein Paradies diesseits von Eden geblieben - das Sterbliche leider nur als Leser betreten dürfen. Ulrich Baron


John Steinbeck: "Die Straße der Ölsardinen", Deutsch von Rudolf Frank. dtv, 150 Seiten, 6,90 Euro

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