ThemaRezensionenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
13.10.2009
 

Rezensionen

"Bang Crunch"

Von Julia Bonstein

Zur Großansicht
Gregor Hohenberg

Mit Humor und Sensibilität erkundet der Kanadier Neil Smith die Bruchstellen des Lebens.

Eigentlich ist diese Ärztin eine todunglückliche Gestalt: Frisch verwitwet und alkoholkrank driftet Peg durch den Alltag. Trotzdem darf der Leser mit ihr lachen. Den Humor hat sich Peg quasi als Therapie verordnet. Im Schmunzelton erzählt sie von Picknickausflügen mit dem eingeäscherten Ehemann und anderen Skurrilitäten, die ihr Elend eben auch bereithält. Der Kanadier Neil Smith, 45, blickt in seinem ersten Erzählband lupengenau auf die Momente, in denen das Leben Absonderliches und Absurdes mit großer Traurigkeit mischt. Seine Figuren sind schräge Melancholiker wie der Schmetterlingssammler, der sich auf dem Friedhof Todesszenarien für die Verstorbenen ausdenkt, oder die Mutter, die ihr Frühgeborenes im Brutkasten wie ein winziges Alien-Wesen betrachtet. Überraschend und einfühlsam wechselt Smith von einer Geschichte zur nächsten die Erzählperspektive - in "Extremitäten" weckt er sogar Mitgefühl für die amourösen Abenteuer eines rosafarbenen Lederhandschuhs.

Zurück zum Hauptartikel

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
alles aus der Rubrik Literatur
alles zum Thema Rezensionen

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Buchtipp

Neil Smith: "Bang Crunch"

Schoeffling + Co, 291 Seiten, 19,90 Euro.

Einfach und bequem: Direkt im SPIEGEL-Shop bestellen

Lesen, lesen, lesen

Gregor Hohenberg
John Cheever: "Der Schwimmer". mehr...
Gregor Hohenberg
Ferdinand von Schirach: "Verbrechen". mehr...
Gregor Hohenberg
Neil Smith: "Bang Crunch". mehr...
Gregor Hohenberg
Silvia Bovenschen: "Wer weiß was". mehr...
Gregor Hohenberg
Peter Stamm: "Sieben Jahre". mehr...

Lesen Sie hier das Interview mit Peter Stamm.

Gregor Hohenberg
Kazuo Ishiguro: "Bei Anbruch der Nacht". mehr...
Gregor Hohenberg
Ulla Hahn: "Aufbruch". mehr...
Gregor Hohenberg
Edward St Aubyn: "Muttermilch". mehr...
Gregor Hohenberg
David Foster Wallace: "Unendlicher Spaß". mehr...
Gregor Hohenberg
Paolo Giordano: "Die Einsamkeit der Primzahlen". mehr...

Lesen Sie hier das Interview mit Paolo Giordano.

Gregor Hohenberg
Julia Leigh: "Unruhe". mehr...
Gregor Hohenberg
Nick Cave: "Der Tod des Bunny Munro". mehr...
Gregor Hohenberg
James Frey: "Strahlend schöner Morgen". mehr...
Gregor Hohenberg
Reif Larsen: "Die Karte meiner Träume". mehr...
Gregor Hohenberg
Gerard Donovan: "Winter in Maine". mehr...
Gregor Hohenberg
Stephan Thome: "Grenzgang". mehr...
Gregor Hohenberg
Andrew Sean Greer: "Geschichte einer Ehe". mehr...
Gregor Hohenberg
David Nicholls: "Zwei an einem Tag". mehr...
Gregor Hohenberg
Terézia Mora: "Der einzige Mann auf dem Kontinent". mehr...
Gregor Hohenberg
Eileen Chang: "Das Reispflanzerlied". mehr...
Gregor Hohenberg
Herta Müller: "Atemschaukel". mehr...
Gregor Hohenberg
Sebastian Barry: "Ein verborgenes Leben". mehr...
Gregor Hohenberg
Georg Diez: "Der Tod meiner Mutter". mehr...

Lesen Sie hier das Interview mit Georg Diez.

Gregor Hohenberg
Thomas Glavinic: "Das Leben der Wünsche... mehr...
Gregor Hohenberg
Roberto Bolaño: "2666". mehr...

KulturSPIEGEL

Heft 10/2009:
Vorgelesen

25 gute Bücher - was Sie literarisch in diesem Herbst erwartet

Inhaltsverzeichnis

Hier geht es zum E-Paper

KulturSPIEGEL-Tageskarte






TOP



TOP