Hamburg/Stockholm - Der Schwede Jan Guillou, 65, einer der erfolgreichsten Autoren seines Landes, ist als früherer KGB-Informant enttarnt worden. Wie Guillou am Donnerstag in der Zeitung "Expressen" ankündigte, will er nun nachträglich in eine Neuauflage seiner gerade erschienenen Memoiren einen Bericht über die bisher verschwiegene Tätigkeit aus den Jahren 1967 bis 1972 einfügen.
"Expressen" hatte zuvor Guillous Aktivitäten enthüllt. Der Autor erklärte sein Schweigen über die Mitarbeit beim früheren sowjetischen Geheimdienst damit, dass sie "wohl zu uninteressant" gewesen sei.
Der gelernte Journalist hat unter anderem die "Coq Rouge"-Thriller um den adeligen Agenten Carl Hamilton und das dreiteilige Historienepos "Der Kreuzritter" verfasst. Bekannt wurde Guillou in Schweden auch, weil er die Tätigkeit eines geheimen Militärgeheimdienstes, der Kommunisten bespitzelte, aufdeckte. Bereits 1998 wurde bekannt, dass Guillou Informant des schwedischen Geheimdienstes war.
Fragt sich: Wie ist der Mann bei all der Spitzel-Tätigkeit überhaupt noch zum Schreiben gekommen?
sha/dpa
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