Hamburg/New York - Ist es ein Wunder, dass sich Kulturschaffende in ihn verguckt haben? Der Seiltänzer Philipe Petit steht für das, was große Kunst ausmacht: Eleganz, Timing, Mut, Eigensinn. 1974 balancierte der Franzose zwischen den Türmen des World Trade Centers und wurde damit zum Helden von Film und Literatur.
Paul Auster widmete ihm einen Essay ("Auf dem Hochseil"), James Marsh einen Oscar-gekrönten Dokumentarfilm ("Man on Wire"), und Colum McCann, 44, machte ihn zur symbolischen Figur der urbanen, zwischen extremer Gefahr und extremer Schönheit ausgespannten Existenz. "Die große Welt" heißt der Roman auf Deutsch, aber der englische Titel ist treffender: "Let The Great World Spin" - lass' der Welt ihren wilden, abenteuerlichen, Existenzen durcheinander wirbelnden Lauf.
In Bewegung geraten ist nun auch die Karriere McCanns: Für seinen New-York-Roman erhält er den National Book Award in der Sparte Literatur. Der gebürtige Ire hat sich bereits mit dem Roman "Der Himmel unter der Stadt" (1997) in die Stadtgeschichte eingeschrieben. Das Buch erzählt von einem afroamerikanischen Tunnelgräber, der 1916 beim Bau der U-Bahn unter dem East River mitarbeitete.
"Die große Welt" weitet diese Erzählkoordinaten nun aus: auf das Manhattan der siebziger Jahre, in der ein Richter, eine trauernde Mutter, ein Pater und eine Prostituierte ihre Lebens- und Glaubenskämpfe ausfechten.
Die National Book Awards zählen zu den wichtigsten Literaturpreisen der USA. Die Auszeichnung wird jährlich in den Kategorien Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Jugendbuch vergeben. Sie ist mit je 10.000 US-Dollar (rund 6700 Euro) dotiert und gilt als "Oscar für Buchautoren".
Eingeführt wurden die Preise im Jahr 1950 als Auszeichnung von Schriftstellern für Schriftsteller. Gesponsert werden sie von einem Konsortium aus Verlegern. Nach zwischenzeitlich bis zu 28 verschiedenen Preisen, zeichnet die aus Autoren bestehende Jury seit 1996 amerikanische Werke in den vier Kategorien aus. Zu den Preisträgern gehören William Faulkner, Philip Roth und John Updike.
dan/dpa
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Ich verschlinge alles von John Irving und warte schon sehnsüchtig auf sein neues Buch, das im Mai kommt. Besonders gut udn empfehlenswert: The New Hampshire Hotel Owen Meany The Cider House Rules Genial! mehr...
Übersetzungen sind nie so gut wie das Original, sagt die Binse, und die hat zuweilen doch recht. Ist mir aufgefallen bei den Übersetzungen der Romane von T. C. Boyle. Die sind sogar sehr gut, aber im Deutschen ist es schlicht [...] mehr...
Ach... das ist aber umständlich. Man legt einfach irgend ein Lesezeichen in den Anhang (den Kassenzettel vom letzten Einkauf, die Stellenanzeige, auf die man sich bewerben wollte oder den Wisch mit dem 4-stelligen Zahlencode [...] mehr...
Ja - irgendwie blöd mit den Anhängen, aber oft so hilfreich. Für mich habe ich die Lösung gefunden: ich kopiere den Anhang, mir ist das vor- und zurückblättern einfach zu lästig. mehr...
Jaja, die Übersetzung von Matthias Jendis. Man hat jetzt wirklich schon viele Lobeshymnen drüber gehört, sie ist wirklich von geschliffenem Deutsch und bemüht sich offenbar sehr, den Originalton Melvilles bestmöglich zu [...] mehr...
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