41.000 Prozent Absatzplus Der Krimi ist von J.K. Rowling? Kauf ich!

Der Marketing-Coup ist perfekt: Joanne K. Rowling hat unter falschem Namen einen Krimi veröffentlicht. Und kaum ist dies enthüllt, schnellen die Verkaufszahlen des Buchs auch schon in die Höhe.

AP

London - Das Geheimnis ist gelüftet, die Verkaufszahlen explodieren. Seit sich die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling dazu bekannt hat, dass sie hinter dem Pseudonym des Autors Robert Galbraith steckt, reißen die Leser dessen Krimi "The Cuckoo's Calling" ("Der Ruf des Kuckucks") den Händlern aus den Händen.

In der Woche vom 14. bis zum 20. Juli wurden 17.662 Exemplare des Krimis verkauft - im Vergleich zu 43 Bänden in der Vorwoche, berichtet der britische Sender BBC und beruft sich dabei auf den Branchendienst Nielsen BookScan. Das entspricht einer Steigerung um rund 41.000 Prozent. Damit schoss der Roman an die Spitze der wöchentlichen Bestsellerliste gebundener Bücher in Großbritannien.

In der vergangenen Woche hatte die "Sunday Times" aufgedeckt, dass Rowling den Krimi "The Cuckoo's Calling" im April unter falschem Namen publiziert hatte. Der vermeintliche Debütroman war von Kritikern wohlwollend besprochen worden, hatte sich zunächst aber nur mäßig verkauft. Schon unmittelbar nach der Enthüllung änderte sich das schlagartig: Beim Online-Händler Amazon etwa stürmte der Krimi innerhalb eines Tages auf Platz eins der Verkaufscharts.

bos

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insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
pefete 24.07.2013
1.
ist das frau, die die kinderbücher geschrieben hat?
io_gbg 24.07.2013
2.
Zitat von sysopAPDer Marketing-Coup ist perfekt: Joanne K. Rowling hat unter falschem Namen einen Krimi veröffentlicht. Und kaum ist dies enthüllt, schnellen die Verkaufszahlen des Buchs auch schon in die Höhe. http://www.spiegel.de/kultur/literatur/41-000-prozent-absatzsteigerung-rowling-krimi-the-cuckoo-s-calling-a-912817.html
Warum fällt mir dazu das Nestroy zugeschriebene Bonmot "Der Mensch ist guat, nur die Leut san a Gsindl." ein?
Mclmeo 24.07.2013
3. Die Marke macht das Produkt...
Was zählt schon Qualität? Hauptsache, es kommt von jemand bekanntem. Die Musikindustrie hat das schon längst erkannt und Pseudo-Musiker-Stars installiert. Bei den koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken ist das auch längst ein alter Hut. Schade eigentlich. Ich kann die Autorin verstehen, wenn sie nicht als die "Macherin von Harry Potter" im wahrsten Sinne des Wortes geBRANDmarkt werden will. Ein beschämender Einblick in die Marktmechanismen unseres "Geschmacks" :\
Herr voragend 24.07.2013
4. uff die wieder...
genau deshalb, wird es das Buch nie zu mir schaffen....
rudolf_mendt 24.07.2013
5. A Show Of Hands
In jeden Fall muss man den Hut vor der "Sunday Times" ziehen. Hätten die Kollegen nicht nach knallharter, entbehrungsreicher Recherche die Sensation enthüllt, wer weiß, was uns entgangen wäre. Trotzdem, tolle journalistische Leistung.
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