Neuer Comic Asterix verschlägt es nach Italien

Dass es in diesem Jahr ein neues Asterix-Album gibt, war schon bekannt. Jetzt steht auch fest, wo die Geschichte spielen und wann der Comic genau erscheinen wird.

"Asterix in Italien"
Les Éditions Albert René

"Asterix in Italien"


"Asterix in Italien" - so heißt das 37. Abenteuer der Comic-Helden Asterix und Obelix. Das gab der Egmont-Verlag am Mittwoch bekannt.

Am 19. Oktober erscheint der Comic in über 20 Sprachen und mit einer Startauflage von vier Millionen Exemplaren. Dahinter stehen zum dritten Mal der Autor Jean-Yves Ferri und der Zeichner Didier Conrad, die 2011 die Nachfolge von Original-Zeichner Albert Uderzo antraten. Ihre ersten beiden "Asterix"-Bücher waren"Asterix bei den Pikten" und "Der Papyrus des Cäsar".

"Asterix in Italien": Ganz Italien ist von den Römern besetzt. Ganz Italien? Nein!
Les Éditions Albert René

"Asterix in Italien": Ganz Italien ist von den Römern besetzt. Ganz Italien? Nein!

Ferri und Conrad gaben den neuen Titel auf einer Kinderbuchmesse in Bologna bekannt. Zu der Geschichte sagten sie, sie spiele im Jahr 50 v. Chr. und begleite Asterix und Obelix bei neuen Auseinandersetzungen mit Cäsar. Der will die italienische Halbinsel zu einem Großreich vereinen, stößt aber auf die erbitterte Gegenwehr der verschiedenen Regionen, die unabhängig bleiben wollen.

"Italien lässt sich nicht auf Cäsar, Rom und das Kolosseum reduzieren", sagen Ferri und Conrad über ihr neues Buch. "Unserer Meinung nach wurde es für Asterix und Obelix höchste Zeit, sich einmal persönlich davon zu überzeugen, wie es in Italien tatsächlich zugeht. Das dürfte auch Albert Uderzo gefallen, weil seine Familie aus Venetien stammt."

Der neue Band erscheint in einer Startauflage von vier Millionen Exemplaren
Les Éditions Albert René

Der neue Band erscheint in einer Startauflage von vier Millionen Exemplaren

Uderzo wird am 25. April 90 Jahre alt. Im November ist zudem der 40. Todestag des Autors Goscinny. Die Comicserie geht auf die beiden zurück. Seitdem sie Asterix im Jahr 1959 erfanden, wurden weltweit 370 Millionen Bände verkauft. Die Geschichten wurden in 110 Sprachen und Dialekte übersetzt. Damit ist Asterix die erfolgreichste Buchreihe Frankreichs.

kae/afp



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
c.PAF 05.04.2017
1.
Sorry, aber für mich war "Die große Überfahrt" schon etwas befremdlich. Durch "Gallien in Gefahr" habe ich mich noch durchgequält, aber den nächsten Band habe ich nach den ersten Seiten abgebrochen. Ich bin traurig, was aus Asterix geworden ist, freue mich aber umso mehr über die früheren Bände, die ich nächstes Jahr an meinen Sohn übergeben und mit ihm lesen werden.
Motorpsycho 05.04.2017
2.
Das "Der Papyrus des Cäsar" war so schlecht nicht und kann sich im Gesamtwerk sicherlich irgendwo im Mittelfeld behaupten. Aber ok, nach "Gallien in Gefahr" konnte es ja auch eigentlich nur besser werden oder ganz zu Ende gehen.
steve_burnside 05.04.2017
3.
Asterix bei den Belgiern war der letzte mit Uderzo, ab da hat Zeichner Goscinny auch die Geschichten geschrieben und die Qualität nahm spürbar ab, da man merkte, dass er geschichtlich nicht so bewandert war wie Uderzo. Und Gallien in Gefahr war dann der Höhepunkt der Katastrophe. Die beiden Bände der beiden Neuen kenn ich auch und finde sie gut. Ich habe alle Asterix-Bände und werde auch den Neuen kaufen, Termin hab ich im Kalender notiert.
lupo62 05.04.2017
4. Bildung durch Asterix?
"Italien lässt sich nicht auf Cäsar, Rom und das Kolosseum reduzieren". Cäsar hat das Kolosseum nie gesehen. Es wurde erst über 100 Jahre nach seinem Tod gebaut. Das Rom Cäsars kam um einiges bescheidener daher als die kaiserzeitlichen Gebäude, die dort heute zu sehen sind. Asterix soll und will unterhalten und verbiegt die historischen Tatsachen kräftig ins Komische. Als Geschichtsquelle taugt es nichts.
paysdoufs 05.04.2017
5. Gähn
Zitat von c.PAFSorry, aber für mich war "Die große Überfahrt" schon etwas befremdlich. Durch "Gallien in Gefahr" habe ich mich noch durchgequält, aber den nächsten Band habe ich nach den ersten Seiten abgebrochen. Ich bin traurig, was aus Asterix geworden ist, freue mich aber umso mehr über die früheren Bände, die ich nächstes Jahr an meinen Sohn übergeben und mit ihm lesen werden.
Irgendwie scheint es bei der (natürlich selbsterklärten) deutschen Intelligenzia einen Konsensus zu geben, dass man die Ferri/Conrad-Asterix-Bände "bäh" zu finden hat. Allerdings kann man, IMHO, weder den "Pikten" noch dem "Papyrus" vorwerfen objektiv schlecht gewesen zu sein. Wie ein anderer Forist bereits erwähnte - solides Mittelfeld. Einige der Wortspiele (k.A. was davon in der deutschen Übersetzung noch übrig bleibt) sogar richtig gut, etwa der Druide MacRobiotic ;-)
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