Jugendbücher Jacqueline Woodson mit Astrid-Lindgren-Preis geehrt

In ihren Jugendromanen geht es um die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens, um Homosexualität und Rassismus. Nun ist die amerikanische Autorin Jacqueline Woodson mit dem Astrid-Lindgren-Preis geehrt worden.

Jacqueline Woodson
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Jacqueline Woodson


Die Jury lobt ihre Sprache, die leicht wie Luft ist, und ihre Geschichten, so überwältigend tiefgründig und voller Detailreichtum. Dafür hat die amerikanischen Kinder- und Jugendbuchautorin Jacqueline Woodson nun den Astrid Lindgren Memorial Award gewonnen. Mit fünf Millionen schwedischen Kronen (etwa 491.000 Euro) ist der Preis die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur.

Woodson fange auf einzigartig poetische Weise die tägliche Welt von Jugendlichen zwischen Sorgen und Hoffnung ein. Die meisterhafte Charakterisierung und das tiefe Verständnis der jugendlichen Psyche seien ihre herausragenden Merkmale. Meist sind ihre Werke aus einer weiblichen Ich-Perspektive erzählt.

Woodson wurde 1963 in Columbus in Ohio geboren, heute lebt sie in Brooklyn, New York. In ihren Kinder- und Jugendbüchern widmet sie sich den Themen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit, Vorurteilen und sexuelle Identität. Eines ihrer berühmtesten Werke ist der autobiografische und mehrfach ausgezeichnete Roman "Brown Girl Dreaming", der 2014 in englischer Sprache erschienen ist.

Der 2002 von der schwedischen Regierung gestiftete Astrid Lindgren Memorial Award erinnert an die Erfinderin von Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Schriftsteller und Illustrator Wolf Erlbruch, der Erfinder des kleinen Maulwurfs, den Preis bekommen.

brs/dpa



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