Berühmte Abschiedsworte: Marilyn Monroe (1926–1962)

Mit dem Schwager des US-Präsidenten John F. Kennedy telefonierte die Leinwand-Diva Marilyn Monroe kurz vor ihrem Tod. Tonlos und sehr langsam hauchte sie ihre Abschiedsworte.

Niemals zuvor und niemals danach hat Hollywood eine Göttin wie Marilyn Monroe geboren. Sie war jung, als sie zum Weltstar aufstieg, und jung, als sie starb. Auch deshalb überstrahlt sie noch immer alle anderen Hollywood-Schönheiten, und so wird es auch bleiben. "M. M." war die sexuelle Verheißung für Männer jeden Alters und in allen Kontinenten. Auf der Suche nach dem Glück gab sich die attraktive Blondine im Film und im Leben der Liebe hin, dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy ebenso wie vielen Namenlosen.

Marilyn Monroe (undatiert): Viereinhalbstündige Therapie an ihrem letzten Tag
DPA

Marilyn Monroe (undatiert): Viereinhalbstündige Therapie an ihrem letzten Tag

Ihre berühmtesten Filme: Blondinen bevorzugt, Das verflixte 7. Jahr, Der Prinz und die Tänzerin, Manche mögen’s heiß, Machen wir’s in Liebe – alles Welterfolge. Der grimmige John Huston hat das frühe Ende der Legende so kommentiert: "Nicht Hollywood hat Marilyn umgebracht. Es waren die verdammten Ärzte, die haben es getan. Wenn sie pillensüchtig war, dann haben sie sie dazu gemacht."

Sie missbrauchte Schlaf- und Beruhigungsmittel, oft trank sie zu viel, und jahrelang beschäftigte sie Psychoanalytiker. An ihrem letzten Lebenstag, einem sonnigen Sonntag im August 1962, zog sich ihr Psychiater für viereinhalb Stunden zu einer "therapeutischen Sitzung" mit der Patientin in deren Schlafzimmer zurück. M. M. hatte, wie so oft in letzter Zeit, schlecht geschlafen. Als der Doktor ging, machte die Haushälterin ihr einen Einlauf, ein Klistier mit reichlich Barbituraten. Das waren seinerzeit die gängigen und bei Überdosierung höchst gefährlichen Schlafmittel.

M. M. lag schon in ihrem Bett, als das Telefon klingelte. Am Apparat war Peter Lawson, ein Hollywoodianer und der Schwager des US-Präsidenten. Er wusste von Marilyn Monroes Medikamentenabhängigkeit. Lawson erinnerte sich später, was die Diva als letzte Worte tonlos und sehr langsam flüsterte:

"Say goodbye to Pat, say goodbye to the president, and say goodbye to yourself, because you’re a nice guy."

Lawson bekam es mit der Angst zu tun. Wütend fragte er, was denn los sei. Marilyn Monroe wusste es nicht so genau:

"I’ll see, I’ll see." –

Mal sehen.

Drei Stunden später war sie für immer eingeschlafen.

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