Bücher 2017 Die Biene als Bestseller

Imkern, Mittelalterkitsch und der ewige Kampf zwischen Fakt und Fiktion: Wir haben die meistverkauften Romane des vergangenen Jahres gelesen, damit Sie es nicht müssen.

Von


Eigentlich sollte die Liste des meistverkauften Romane 2017 schon vor Weihnachten vorliegen. Doch im Schlussspurt des Geschenkekaufens, so der "Buchreport", der in Kooperation mit dem "Spiegel" die wöchentliche "Spiegel-Bestsellerliste" erstellt, ging es so hoch her, dass die Top-Titel zu eng beieinander waren, um die Platzierung des Jahres festzustellen. Jetzt aber steht die Top-Liste - was prägt die Bestseller in diesem Jahr?

Trend eins: der beständige Versuch, das Verhältnis von Fakt und Fiktion zu verhandeln, als würde sich die anhaltende Debatte ums Postfaktische in jede Ritze winden - sei es der Klimawandel in "Die Geschichte der Bienen" (Platz 1), der Zwist zwischen Religion und Wissenschaft bei Dan Brown (Platz 2), das Spiel mit Autobiografischem bei Elena Ferrante (Platz 4) und nacherzählten Lügen bei Kehlmanns "Tyll" (Platz 3).

Trend zwei: Unter den Top 20 der Belletristik sind nur fünf Autorinnen (auch wenn Elena Ferrante drei Mal draufsteht). Wer hierzulande liest, will sich offenbar die Welt von Männern erklären lassen. Falls also jemand noch einen Vorsatz braucht für 2018 -mehr Frauen zu lesen, wäre vermutlich ganz gut.

Warum wurde ein Buch zum Bestseller und auf welchen Ableger können wir 2018 warten? Wir haben die 5 meistverkauften Romane für Sie geprüft. Klicken oder wischen Sie hier:

Mehr zum Thema
Newsletter
Bücher: Bestseller und Lesetipps


insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
alpstein 30.12.2017
1.
Zur Ergänzung in China ist laut der Welternährungsorganisation die Zahl der Bienenvölker im Zeitraum von 1973- 2013 von 3,5 auf 8 Millionen angestiegen. https://kreuzberger-bienen.de/2014/11/17/bienensterben-das-sagen-die-fao-statistiken/
mrm_berlin 30.12.2017
2. Trend?
Ist es ein "Trend", dass dieses Jahr nur 7 von 20 Büchern der Top10 von Frauen geschrieben wurden? Wie sieht die langfristige Entwicklung aus? Warum wäre es lt. der Autorin des Artikels gut, wenn mehr von Frauen geschriebene Bücher gekauft und gelesen würden? Was unterscheidet diese im Durchschnitt? Ist die Annahme der Autorin richtig, dass man sich das Leben aus Männer- bzw. Frauensicht erklären lassen möchte, wenn man Bücher von Männern/Frauen liest? Fragen über Fragen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.