Staatsschulden-Debatte: Konto überziehen macht glücklich

Von Oskar Piegsa

Sparen? Ist von gestern! In einem neuen Buch erklärt Nobelpreisträger Paul Krugman, warum Staaten dringend mehr Geld ausgeben müssen. Der Occupy-Vordenker David Graeber geht sogar noch weiter: Kredite seien nur ein Mittel, um Menschen zu versklaven - und der IWF ein Inkasso-Gangstertrupp.

Schuldendebatte: Radikaler gegen Retro-Reformer Fotos
REUTERS

Mit Fremden sollte man sich weder über Religion noch über Politik unterhalten - so lehrt es die amerikanische Small-Talk-Etikette. Hätte David Graeber sich daran gehalten, wäre er wohl nie in die Versuchung gekommen, das Buch "Schulden. Die ersten 5000 Jahre" zu verfassen.

Doch Graeber ist Occupy-Vordenker und Anarchist, er gibt nicht viel auf Etikette. Und so erzählt er der jungen, gebildeten und gut gekleideten Frau, die ihm auf einer Gartenparty vorgestellt wird, von Gewalt, Mangelernährung und dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF sei "in der Hochfinanz das Äquivalent zu den Jungs, die kommen und einem die Beine brechen", wenn man seine Schulden nicht zurückzahle, erklärt Graeber. Daher die Mangelernährung in Entwicklungsländern: Der IWF zwänge die Regierungen dazu, die Subventionierung von Grundnahrungsmitteln zu streichen, um stattdessen die Staatsschulden mit Zins und Zinseszins an reiche Industrienationen zurückzuzahlen.

"Schulden muss man doch zurückzahlen!", unterbricht die Frau Graebers Ausführungen. Der ist überwältigt von so viel Ignoranz. Später spannt ein betrunkener Banker Graeber die Gesprächspartnerin aus, doch da ist der Abend für ihn ohnehin schon gelaufen.

Die Aussage "Schulden muss man zurückzahlen", so Graeber in seinem Buch, verwechsle Ökonomie mit Moral. Nüchtern und ökonomisch betrachtet gingen Kreditgeber das Risiko ein, von ihrem Geld nie wieder etwas zu sehen - das sei Teil ihres Geschäftsmodells und einer der Gründe, warum sie Zinsen erheben. Zu fordern, Schulden seien in jedem Fall zu begleichen, diese Vermischung von Moral und Ökonomie lehnt Graeber strikt ab - gerade weil er sich nach einer moralischeren Ökonomie sehnt.

Nicht mal als Tellerwäscher gefragt

Um seine Haltung zu erklären, holt David Graeber weit aus. In seinem Buch schreibt er über eher abstrakte Schuld, die Menschen aller Kulturen moralisch verpflichtet, die aber niemals zurückgezahlt werden kann: gegenüber den Eltern (die uns das Leben gaben), den Vorfahren (die uns Sprache und Kultur gaben), oder dem Kosmos (ohne den wir nichts wären).

Außerdem schreibt er über konkrete und zählbare Schulden, die etwa beim Handel entstehen und nach seiner Theorie zur Erfindung des Münzgelds führten. Münzen seien anonyme Schuldscheine, für die der Staat bürge. Und das, obwohl ihr Wert - spätestens seit Abkopplung des Dollar vom Gold im Jahr 1971 - den permanenten Aushandlungsprozessen zwischen Gläubigern und Schuldnern, Reichen und Armen unterliege. Ökonomische Schulden seien immer auch ein Herrschaftsmittel, zeigt Graeber. Wer von Gerechtigkeit spreche, müsse von Schulden sprechen.

Die deutsche Übersetzung seines Buches erscheint pünktlich zu einem Zeitpunkt, an dem die europäische Spar- und Schuldenpolitik ernsthaft gefährdet scheint. Obwohl "Schulden. Die ersten 5000 Jahre" deshalb mehr Aufmerksamkeit erfährt als vergleichbare Kulturgeschichten, interessiert David Graeber sich eher für das antike Mesopotamien als für den Stand der Europäischen Union, eher für Sklavenmärkte und Schuldkerker als für Haushaltskonsolidierung und Bailouts.

Ein pragmatischeres Krisenbuch hat Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugmann geschrieben: "Vergesst die Krise! Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen". Im Februar hatte Krugman das Buch nicht einmal fertig, drei Monate später liegt es bereits auf Deutsch vor: Der Ökonom hat es eilig, die Lage ist schließlich brenzlig. "Jeder Monat, den die Krise länger dauert, schadet unserer Gesellschaft weiter", schreibt er. "Wenn es Maßnahmen gibt, mit denen sich die wirtschaftliche Erholung dramatisch beschleunigen lässt - und es gibt sie -, dann sollten wir diese ergreifen."

Krugman sorgt sich vor allem um das Heer der Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten, mehr als 13 Millionen sind es derzeit. Dass deren Lage drastisch ist, erschließt sich schnell: Viele haben mit ihrem Arbeitsplatz die Krankenversicherung verloren, das Arbeitslosengeld ist zeitlich begrenzt. Und der Niedriglohnsektor böte keinen Ausweg, so Krugman: McDonald's etwa habe im April vergangenen Jahres 50.000 neue Stellen ausgeschrieben, auf die sich rund eine Million Menschen beworben hätten. Wer soll daran glauben, eines Tages Millionär zu werden, wenn er nicht mal als Tellerwäscher gefragt ist?

Frei von Ideologie

Um den größeren Schaden zerstörter Leben abzuwenden, fordert Krugman, jenen Sozialstaat wieder aufzubauen, der in den USA nach der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre entstanden ist und später Stück für Stück demontiert wurde. Dass der Staat heute in einer ähnlichen Krise stecke wie vor 80 Jahren, sei eher ein Grund zur Hoffnung als zur Verzweiflung, schreibt Krugman. Man kenne immerhin den Ausweg: "Staatliche Investitionen beendeten die Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre, und etwas Ähnliches ist auch heute wieder dringend erforderlich."

Dieser Satz klingt bei Krugman zwar selbstverständlich, wird aber von konservativen Amerikanern vehement angefochten. Das nährt die Befürchtung, Krugmans Buch werde bei seinen Lesern je nach deren politischer Überzeugung zwar heftiges Nicken und Kopfschütteln auslösen - aber keine Lösung der Krise ermöglichen.

Der Radikale David Graeber wirkt paradoxerweise versöhnlicher als Retro-Reformer Paul Krugman. In seinem zweiten, ebenfalls dieser Tage auf Deutsch erscheinenden Buch "Inside Occupy" versucht Graeber zwar zu erklären, warum die Vereinigten Staaten weder demokratisch sind, noch jemals demokratisch waren - jedenfalls nicht, bevor es der Occupy-Wallstreet-Bewegung gelang, "einem pseudodemokratischen Machtsystem ein Bild wirklicher Demokratie gegenüber zu stellen". Der Stil seines "Schulden"-Buches ist aber weit weniger polemisch. Abseits einzelner Provokationen (etwa jener, alle Formen altruistischen Handelns pauschal als "Kommunismus" zu bezeichnen) sind seine Herführungen erfrischend fern vom politischen Tagesgeschäft und angenehm frei von Ideologie.

Deshalb ist "Schulden" die sicherste Investition unter den neuen Krisenbüchern, auch wenn Historiker und Philosophen mit dem Buch ihre Probleme haben dürften. Denn Graeber schreibt eher essayistisch als akademisch: Er springt immer wieder ein halbes Jahrtausend vor und zurück, ganz so, als könne man von bruchlosen Kontinuitäten über so lange Zeiträume ausgehen. Er ignoriert in seiner Kritik der Lehren des Adam Smith dessen moralphilosophische Texte. Und er bleibt vage, etwa wenn er erst überzeugend darlegt, dass die Versklavung den sozialen Tod bedeutet - und kurz darauf Lohnarbeit mit Sklaverei vergleicht.

Aber es wäre vermessen zu erwarten, eine 5000-jährige Geschichte auf kaum mehr als 400 Textseiten könne mehr, als "Schulden" kann: in das Thema einführen und neue Gedanken zu einer scheinbar ausweglosen Situation anregen. Schließlich geht es hier ja auch erst mal darum, auf der nächsten Gartenparty die richtigen Argumente zu finden. Und sich nie wieder von berauschten Bankern ausbooten zu lassen.

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 29 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Krugman
brux 18.05.2012
Krugman will nicht erkennen, dass die Krise der 30er Jahre durch Faschismus und Krieg beendet wurde - mit suboptimalem Ergebnis fuer alle ausser den Amerikanern. Diese hatten danach ein Monopol und haben es heute noch. Sie koennen einfach Geld drucken ohne massiv an Glaubwuerdigkeit zu verlieren. Da hilft es sicherlich auch, wenn die meisten Wirtschaftstheoretiker Amerikaner sind, die diese Dominanz wunderbar wissenschaftlich verbraemen koennen. Tatsache bleibt aber, dass wir uns alle sehr lange reich gerechnet haben. Irgendwann kann man diese Luege nicht aufrecht erhalten. Natuerlich ist das eine bittere Erkenntnis, wenn man eh mitten in einer Krise steckt. Nur zu den guten Zeiten wollte eben niemand ans Sparen denken. Jetzt kommt keiner daran vorbei, auch Krugman nicht. Anstatt des Gelddrucken zu fordern, koennte Krugman vielleicht ein paar Worte zur Umverteilung des vorhandenen Reichtums sagen. Anstatt unfaehigen und korrupten Regierungen in Suedeuropa neues Geld zu schenken, kann man doch erwarten, dass die Reichen in diesen Laendern erstmal einen Beitrag leisten. Die revolutionaere Alternative ist doch fuer die Reichen nicht wirklich erstrebenswert.
2. Krugman
DHH 18.05.2012
Dass der ehemalige Enron-Berater Paul Krugman gerne noch mehr Geld verschleudert sehen möchte, wundert mich nicht... Krugman liegt mit derartiger Regelmäßigkeit falsch, dass man mittlerweile reflexmäßig das Gegenteil seiner Empfehlungen tun kann und in 80% der Fälle das richtige tut (in den restlichen 20% der Fälle widerspricht er seinen eigenen früheren Empfehlungen). Wer ein bisschen Zeit hat, möge mal die Kolumne "Best of the Web Today" von James Taranto nach dem Suchbegriff Krugman durchforsten - man kommt aus dem Schmunzeln über den wirren Ökonomie-Zausel von Princeton nicht mehr heraus... Das wird übrigens auch durch die ständige Anbetung als Nobelpreisträger durch den "Spiegel" nicht besser; aber da ist angesichts der identischen politischen Richtung (stramm links) wohl nicht mit Objektivität zu rechnen. Immerhin wird ja auch George Soros (ebenfalls stramm links) im selben Artikel als "Investorenlegende" gefeiert, in dem John Paulson (meines Wissens unpolitisch) als "Hedgefonds-Zocker" tituliert wird, obwohl beide das gleiche tun... Nachtigall, trapsen usw. ;-)
3.
redhead72 18.05.2012
Zitat von sysopREUTERSSparen? Ist von gestern! In einem neuen Buch erklärt Nobelpreisträger Paul Krugman, warum Staaten dringend mehr Geld ausgeben müssen. Der Occupy-Vordenker David Graeber geht sogar noch weiter: Kredite seien nur ein Mittel, um Menschen zu versklaven - und der IWF ein Inkasso-Gangstertrupp. http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,833520,00.html
Krugmans Auslassungen sind an Zynismus kaum mehr zu überbieten. Wie kann ein solcher Ökonom nur den Nobelpreis erhalten? Realisiert Krugman denn gar nicht, AUF WESSEN KOSTEN die Staaten denn mehr Geld ausgeben würden, oder ist ihm das vollkommen gleichgültig? Was sein Heimatland betrifft: die JÄHRLICHE Neuverschuldung der USA frisst über 70% der Weltersparnisse auf!! "Der Konsumrausch der US-Bürger und das Ausgabendelirium der US-Regierung wird zu einem erheblichen Teil mit den Ersparnissen der übrigen Erdenbürger... bezahlt. All diese fleißigen Menschen werden ihre hart erarbeiteten Rücklagen nie mehr wiedersehen (allenfalls, wenn sie Glück haben, zu Bruchteilen)." (Roland Baader, Geld, Gold und Gottspieler, S.154) Und möglich ist der ganze Spuk nur durch den Status des USD als Weltleitwährung. Nur aus diesem Grund kann man sich in Krugmans Amerika mit der Aussage zurücklehnen: "Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem". Was für eine tolle Geld- und Wirtschaftspolitik! Und wie nachhaltig vor allem...
4. Schulden
otto_iii 18.05.2012
sind auch nur ein Vehikel zur Lösung eines alten gesellschaftlichen Problems: Wie schaffe ich es, Menschen dazu zu bewegen, anderen ihre Güter und Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Der Mensch ist grundsätzlich egoistisch und gibt (außer vllt seiner Familie) nichts freiwillig ab. Zwangsarbeit und Enteignung führen wegen der Gegenreaktionen (Flucht, passiver Widerstand) zu suboptimalen Ergebnissen. Tauschwirtschaft ist ebenfalls ineffektiv, da häufig nicht das präsentiert werden kann, was derjenige, der zum Arbeiten oder Abgeben bewegt werden soll, gerade benötigt. Deshalb hat man das Geld erfunden. So kann man Menschen für ihre Arbeit und ihre Güter einen Gegenwert präsentieren. Aber dieses Geld muss auch ein Gegenwert sein, ein verläßliches Versprechen auf künftige Gegenleistung. Wenn die Menschen den Eindruck gewinnen, dass dieses Geld nichts mehr wert ist, bedrucktes Papier, leere Versprechen, werden sie nichts mehr für andere geben. Das Ergebnis sehen wir: Rezession. Und die bekämpft man nicht dadurch, dass man noch mehr leere Versprechen macht und ungedeckte Schecks ausstellt.
5.
MatthiasM. 18.05.2012
Zitat von bruxKrugman will nicht erkennen, dass die Krise der 30er Jahre durch Faschismus und Krieg beendet wurde - mit suboptimalem Ergebnis fuer alle ausser den Amerikanern. Diese hatten danach ein Monopol und haben es heute noch. Sie koennen einfach Geld drucken ohne massiv an Glaubwuerdigkeit zu verlieren. Da hilft es sicherlich auch, wenn die meisten Wirtschaftstheoretiker Amerikaner sind, die diese Dominanz wunderbar wissenschaftlich verbraemen koennen. Tatsache bleibt aber, dass wir uns alle sehr lange reich gerechnet haben. Irgendwann kann man diese Luege nicht aufrecht erhalten. Natuerlich ist das eine bittere Erkenntnis, wenn man eh mitten in einer Krise steckt. Nur zu den guten Zeiten wollte eben niemand ans Sparen denken. Jetzt kommt keiner daran vorbei, auch Krugman nicht. Anstatt des Gelddrucken zu fordern, koennte Krugman vielleicht ein paar Worte zur Umverteilung des vorhandenen Reichtums sagen. Anstatt unfaehigen und korrupten Regierungen in Suedeuropa neues Geld zu schenken, kann man doch erwarten, dass die Reichen in diesen Laendern erstmal einen Beitrag leisten. Die revolutionaere Alternative ist doch fuer die Reichen nicht wirklich erstrebenswert.
Dass die Krise der 30er Jahre durch Faschismus und Krieg beendet wurde, halte ich nicht für ganz richtig. Krieg: Ausgaben für das Militär schaffen keinen Wohlstand für die Bevölkerung. Das entscheidende ist die vorhandene Menge an Gütern. Die vorhandene Gütermenge entscheidet über den Wert des Geldes, nicht die Menge des Geldes über den Wohlstand. Wenn die Bevölkerung nichts brauchbares herstellt, gibt es nichts brauchbares zu konsumieren. Auch Rüstungsgüter schaffen keinen Wohlstand. Das entscheidende in der Endphase der Depression war mMn. die hohe Arbeitslosigkeit. Die Menschen (USA) mussten Arbeit annehmen. Auch zu sehr niedrigen Löhnen. Wenn der Abstand zwischen Preis und Lohn hoch ist und die Unternehmen die Nachfrage noch nicht erfüllen, können sie durch neue Arbeiter (scheinbar) hohe Gewinne machen. Die Voraussetzung ist die Nachfrage. In der Depression war das Vertrauen aber weg und die Menschen haben sich mit Ausgaben zurückgehalten. Der Staat hat die ausbleibende Nachfrage (die z.T. wieder in die gleichen Sektoren geflossen wäre) nicht ersetzt. Deshalb wurde nicht neuangestellt, das Angebot lag (recht weit) über der Nachfrage, die Preise sind gesunken. Geändert hat sich das erst als die Überproduktion und ein großer Teil der eigentlich "überlebensfähigen" Produktion weggefallen ist. Dann kam der Aufschwung und er wäre auch ganz sicher, wenn auch nicht in gleichem Tempo, in Deutschland ohne Faschismus gekommen. Ausgaben wären damals glaube ich notwendig gewesen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Literatur
RSS
alles zum Thema Occupy-Proteste
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 29 Kommentare
Buchtipp
Buchtipp

Buchtipp

SPIEGEL ONLINE
Was lesen? Was kaufen? Was verschenken?

Die aktuelle Taschenbuch-Bestsellerliste: Welche Titel sind gerade heiß begehrt.

Jede Woche bei SPIEGEL ONLINE.

Übersicht: Alle Bestseller