Deutscher Buchpreis Peter Handke verzichtet auf Nominierung

Altersmilde: Sein Buch "Die morawische Nacht" schaffte es auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis, doch Peter Handke will gar nicht gewinnen. Der österreichische Schriftsteller verzichtet auf seine Nominierung - weil er das Feld jüngeren Autoren überlassen möchte.


Frankfurt am Main - Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, verzichtet Peter Handke auf seine Nominierung für den Deutschen Buchpreis.

Zuviel der Ehre: Schriftsteller Handke verzichtet auf Nominierung für den Deutschen Buchpreis
AP

Zuviel der Ehre: Schriftsteller Handke verzichtet auf Nominierung für den Deutschen Buchpreis

In einem Brief an Gottfried Honnefelder, den Vorsitzenden des Börsenvereins, begründete der 65-jährige Handke seine Entscheidung: "Ich freue mich für 'Die morawische Nacht' auf der Buchpreisliste. Aber ich möchte zugunsten der anderen Gelisteten, vor allem der jüngeren, zurücktreten, samt Respekt vor der ehrenwerten Jury."

Die Jury hatte Handkes Buch "Die morawische Nacht" als einen von 20 Titeln auf die Longlist für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres 2008 gesetzt.

Die Akademie Deutscher Buchpreis respektiere die Bitte Peter Handkes und komme seinem Wunsch nach, hieß es beim Börsenverein. Es werde niemand nachnominiert.

Die aus sechs Titeln bestehende Shortlist wird am 17. September veröffentlicht, die Preisverleihung findet am 13. Oktober, dem Vorabend der Frankfurter Buchmesse, statt. Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die fünf Finalisten bekommen jeweils 2500 Euro.

ber/dpa



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