Bestseller "Ein Haus in Irland": Schriftstellerin Maeve Binchy gestorben

Sie galt als "Rosamunde Pilcher Irlands", ihre Romane wurden über 40 Millionen mal verkauft: Maeve Binchy wollte nie mehr sein als eine Geschichtenerzählerin, die Leser schätzten sie für ihre Schilderungen des irischen Lebens. Nun ist die Autorin in Dublin gestorben.

Maeve Binchy im Jahre 2001: Mehr als 40 Millionen verkaufte Bücher weltweit Zur Großansicht
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Maeve Binchy im Jahre 2001: Mehr als 40 Millionen verkaufte Bücher weltweit

Dublin/Hamburg - Die irische Bestseller-Autorin Maeve Binchy ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Die Zeitung "The Irish Times" und der irische Rundfunksender RTE berichteten unter Berufung auf Binchys Familie, die Schriftstellerin sei nach kurzer Krankheit am Montag in einem Krankenhaus in Dublin gestorben. Binchy wurde mit Romanen wie "Im Kreis der Freunde" und "Ein Haus in Irland" bekannt. Sie galt als eine der beliebtesten Autorinnen des Landes.

Nach ihrem Abschluss am University College in Dublin arbeitete Binchy als Lehrerin, bevor sie Journalistin bei der "Irish Times" und später Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman "Light and Penny Candle" (deutsch: "Irische Freundschaften") erschien 1982 und wurde gleich ein Bestseller. Weltweit verkaufte Binchy mehr als 40 Millionen Bücher, die unter anderem wegen ihrer Beschreibung des Lebens in Irland und des häufig überraschenden Ausgangs bekannt wurden. Die Verfilmung ihres Romans "Im Kreis der Freunde" mit Minnie Driver und Chris O'Donnell aus dem Jahr 1995 wurde ein Leinwanderfolg.

Auch ihr in Deutschland erfolgreichstes Buch wurde verfilmt: Unter dem Titel "Ein Haus in Irland" stand der Roman "Tara Road" 1999 wochenlang in den Bestsellerlisten. "Ich bin einfach nur eine Geschichtenerzählerin", sagte Maeve Binchy damals dem SPIEGEL: "Man muss tun, was man am besten kann." Den Booker-Preis werde sie allerdings nie gewinnen. Dafür erhielt sie 2010 immerhin den Irish Book Award für ihr Lebenswerk. Im selben Jahr erschien auch ihr letzter Roman mit dem Originaltitel "Minding Frankie" (deutsch: "Herzenskind", 2012).

Erst kürzlich hatte Binchy auf ihrer Webseite geschrieben, sie habe gesundheitliche Probleme und könne daher nicht mehr umherreisen und Menschen treffen wie früher. "Aber ich freue mich immer, von meinen Lesern zu hören, auch wenn es etwas dauert, bis ich antworte." Binchy war mit dem Kinderbuchautor Gordon Snell verheiratet.

feb/dapd/AFP/dpa

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