Verkauf der Fix-und-Foxi-Rechte VW-Erbe übernimmt Fuxholzen

Fix und Foxi leben in Fuxholzen, müssen aber wohl umziehen: Stefan Piëch, Neffe des Volkswagen-Patriarchen, hat einem Zeitungsbericht zufolge die Rechte an den Comicfiguren gekauft und plant einen eigenen TV-Kanal.

"Fix und Foxi": Neue Heimat für die Füchse
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"Fix und Foxi": Neue Heimat für die Füchse


Es geht eher bieder zu in Fuxholzen, jenem Ort, der noch am ehesten als deutsche Version von Entenhausen durchgeht. Die Heimat von Fix und Foxi ist gezeichnet, als liege sie in der süddeutschen Provinz, eine heile Welt fernab jeder Metropole. Dort leben nicht nur die Fuchszwillinge, sondern auch der Wolf Lupo, der ewige Verlierer, die Oma Eusebia, das kleine Lupinchen und natürlich Onkel Fax.

Mit dieser Besetzung erreichten die Hefte des - durchaus umstrittenen - Erfolgsproduzenten Rolf Kauka eine Hunderttausender-Auflage. Manche sahen in Kauka einen deutschen Walt Disney. In den Siebzigerjahren übernahm dann der Bauer Verlag unter der Führung seiner Tochtergesellschaft Pabel-Moewig "Fix & Foxi", 1994 wurde das Heft erstmals eingestellt. Danach erschienen nur noch einzelne Ausgaben, bis der Kleinverlag Tigerpress im Jahr 2005 die Produktion wieder aufnahm - die Serie dann aber auch wieder einstellte.

Jetzt berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", es gebe einen neuen Eigentümer aller Kauka-Rechte: "Der österreichische Medienunternehmer Stefan Piëch, Neffe des Volkswagen-Patriarchen Ferdinand Piëch, hat sämtliche Rechte an den Figuren erstanden", schreibt die Zeitung. Piëch will demnach auch einen eigenen Fernsehkanal für die Comic-Füchse schaffen.

"Fix & Foxi sind ein deutsches Kulturgut, damit sind wir alle aufgewachsen", so zitiert die Zeitung den Käufer der Rechte. Er besitzt demnach nun das Komplett-Paket: Marken-, Merchandising- und Buchrechte. Und er will sie dem Bericht zufolge international vermarkten.

otr

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