Buchautor George R. R. Martin "Game of Thrones" bekommt eine Vorgeschichte

Lange schon fragen sich die Fans der literarischen Vorlage zur TV-Serie "Game of Thrones", wie das Epos weitergeht. Nun hat dessen Schöpfer ein neues Buch angekündigt: 1000 Seiten - aber keine Fortsetzung.

George R.R. Martin
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George R.R. Martin


Der Winter lässt weiter auf sich warten. Zumindest "The Winds of Winter", der schon lange angekündigte sechste Band der Fantasysaga "Das Lied von Eis und Feuer", die spätestens in ihrer TV-Serien-Fassung "Game of Thrones" weltberühmt wurde. Buchautor George R. R. Martin bedauert in einem Blogeintrag: "Nein, der Winter naht nicht, zumindest nicht 2018. Ihr müsst noch etwas länger auf 'The Winds of Winter' warten".

Untätig war der inzwischen 69-jährige Autor allerdings nicht: Ende November erscheint weltweit ein neues Buch über die von ihm erdachte Welt von Westeros. Die deutsche Übersetzung wird am 26. November unter dem Titel "Feuer und Blut" bei demRandom-House-Imprint Penhaligon erscheinen.

"Feuer und Blut - das erste Buch" sei der erste von zwei geplanten Bänden, teilt der Verlag mit, 1000 Seiten dick soll das Buch sein - und illustriert, wie Martin ankündigt, der aber sagt, es sei kein Coffeetable-Buch und es gebe viel zu lesen. "Oh - und Drachen gibt es auch", so Martin: "Viele Drachen."

Tanz der Drachen

Erzählt wird laut Verlag die Geschichte des Hauses Targaryen von Westeros, von der Eroberung der Sieben Königslande und der Unterwerfung unter die Herrschaft der Targaryens, bis hin zum Tanz der Drachen: dem Bürgerkrieg innerhalb des Hauses Targaryen, der ihre Dynastie beinahe für immer ausgelöscht hätte. Bisher konnten die Leser Bruchstücke dieser Erzählung erahnen, aber hier werde Martins Geschichte der Targaryens "erstmals in ihrer vollen Komplexität offenbart".

George R. R. Martin betont ausdrücklich, bei "Feuer und Blut" handele es sich nicht um einen Roman: "es ist keine klassische Erzählung und war auch nie als solche geplant". Man möge es lieber "fiktive Historie" nennen. Zur Frage, ob die von HBO geplanten Prequels zu "Game of Thrones" auf "Feuer und Blut" beruhen werden, hält sich der Schriftsteller bedeckt: "Ah, nun ja, bis jetzt ist sich keiner ganz sicher - und außerdem darf ich sowieso nichts dazu sagen."

feb/AP/Reuters

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insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
pamhalpert 26.04.2018
1. Eigentlich...
... ist das ja eine Frechheit, was der Mann macht aber spätestens seit dem 4. Band weiß man eigentlich auch als Leser, dass der Autor selbst nicht so recht weiß, wie genau es weitergehen soll. Die groben Handlungsstränge scheinen ja bekannt zu sein, sonst wäre auch die Serie aus gewesen, aber er scheint sich nicht genügend Details ausdenken zu können, um zwei weitere 1000-Seiten-starke Schwarten füllen zu können. Vielleicht wäre es zumindest für die Bücher besser gewesen, sich auf 3 oder 4 Bände einzuschränken. Ich hätte zumindest auf so manch langweiliges Danny-Chapter verzichten können. Und so hakt er seinen Epos eben einfach ab, frei nach dem Motto "Die Serie wirds schon richten" und schreibt einfach ein neues Buch, nun angeblich zur Vorgeschichte. Logo. Eigentlich ein komplett neues Buch aber er wird sicherlich begriffen haben, dass überall da, wo Westeros drauf steht, Gold drin ist.
RobertW 26.04.2018
2.
Zitat von pamhalpert... ist das ja eine Frechheit, was der Mann macht aber spätestens seit dem 4. Band weiß man eigentlich auch als Leser, dass der Autor selbst nicht so recht weiß, wie genau es weitergehen soll. Die groben Handlungsstränge scheinen ja bekannt zu sein, sonst wäre auch die Serie aus gewesen, aber er scheint sich nicht genügend Details ausdenken zu können, um zwei weitere 1000-Seiten-starke Schwarten füllen zu können. Vielleicht wäre es zumindest für die Bücher besser gewesen, sich auf 3 oder 4 Bände einzuschränken. Ich hätte zumindest auf so manch langweiliges Danny-Chapter verzichten können. Und so hakt er seinen Epos eben einfach ab, frei nach dem Motto "Die Serie wirds schon richten" und schreibt einfach ein neues Buch, nun angeblich zur Vorgeschichte. Logo. Eigentlich ein komplett neues Buch aber er wird sicherlich begriffen haben, dass überall da, wo Westeros drauf steht, Gold drin ist.
Frechheit, ja. Schreibt der Mann doch einfach was er will. Dabei haben Sie doch klar eine vertraglich fest vereinbarte Option auf ein Ende der Geschichte (und zwar so wie SIE es erwarten!) in einem Ihnen genehmen Zeitraum. Was bildet sich der kleine dicke Mann eigentlich ein. Das Anspruchsdenken mancher Menschen...
aberhalloja 26.04.2018
3. Ich könnte mir vorstellen...
das die weitaus höchste Klippe die er Autor umschiffen muss es sein dürfte den Ansprüchen von HBO nach zu kommen. Da muss die Storry sicherlich auf Erfolg und die unzähligen Wünsche der Fangemeinde abgestimmt werden. Zudem muss die Phantasie filmerisch umsetzbar sein und ein Budget dabei eingehalten werden. Ich denke ohne diese Vorgaben wäre der Drops längst gelutscht.
tangoman 26.04.2018
4. Winter oder Grube
Bei Herrn George R. R. Martin ist es inzwischen ein spannendes Rennen, wer zuerst kommt: Der Winter oder der Sensenmann :-) :-) Ich tippe auf die Grube.....
Pickle_Rick 26.04.2018
5.
Es wird sozusagen George R. R. Martins Silmarillion. War ja irgendwie auch zu erwarten bei der bekanntermaßen umfangreichen Vorgeschichte und der gesamten Welt von Das Lied von Eis und Feuer bzw. GoT. Ich werde es lesen. In der Zeit hoffe ich, dass man das Ende der Serie erlebt bevor D. Trump den 3. Weltkrieg startet. Dann kennt man wenigstens eine Version der Geschichte. Bei den fehlenden Büchern und der Prequel Serie habe ich wenig Hoffnung. ;)
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