Hellmuth Karasek "Er war ohne Neid und wirkte so lebensfroh und glücklich"

Er bereitete die erste Sendung des neu konzipierten "Literarischen Quartetts" vor, als er vom Tod Hellmuth Karaseks erfuhr: SPIEGEL-Redakteur Volker Weidermann beschreibt seine ersten Gedanken zum Tod des großen Literaturkritikers.

Volker Weidermann: "Er war ein fantastischer Kollege"
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Volker Weidermann: "Er war ein fantastischer Kollege"


Er war ein leidenschaftlicher Kämpfer fürs Kino, für die Literatur, für die Künste. Er war ohne Neid und frei, und er wirkte immer so lebensfroh und glücklich darüber, dass er so einen fantastischen Beruf hatte, dass es in seinem Leben so wunderbare Filme gab und Menschen wie Billy Wilder und Marcel Reich-Ranicki.

Er war ein fantastischer Kollege, und wenn am Freitag das "Literarische Quartett" startet, das er an der Seite Sigrid Löfflers und Marcel Reich-Ranicki prägte, dann werden sich die neuen Kämpfer alle Mühe geben, eine Sendung rauszuhauen, die ihm gefallen hätte. Er hätte bei der Sendung eigentlich im Publikum sitzen sollen. Jetzt bleibt sein Stuhl leer.


Aus dem SPIEGEL-TV-Archiv: Hellmuth Karasek im Gespräch mit Marcel Reich-Ranicki

SPIEGEL TV (1996)



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