Liebesgeschichte aus Mittelerde Tolkien-Buch nach 100 Jahren veröffentlicht

Es ist sein persönlichstes Werk: "Beren und Lúthien", eine Liebesgeschichte aus Mittelerde. "Herr der Ringe"-Autor J. R. R. Tolkien schrieb sie während des Ersten Weltkriegs. Doch erst jetzt gibt sein Sohn sie heraus.

J.R.R. Tolkien (1967)
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J.R.R. Tolkien (1967)


Während des Ersten Weltkriegs schrieb J. R. R. Tolkien die Geschichte von Beren und Lúthien. Es ist eine Liebesgeschichte aus Mittelerde, wo auch das berühmteste Werk des Autors angesiedelt ist, die "Herr der Ringe"-Saga. 100 Jahre nachdem Tolkien den Roman geschrieben hat - und 44 Jahre nach seinem Tod - ist "Beren und Lúthien" nun endlich veröffentlicht worden.

Sein Sohn Christopher Tolkien gibt die Geschichte in ihrer Ursprungsversion heraus. In Teilen ist sie bereits aus "Der Silmarillion" und weiteren Sammlungen von Tolkien-Geschichten bekannt. Illustrator Alan Lee, der für sein Filmdesign von "Herr der Ringe" mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, lieferte die Bilder.

Für J. R. R. Tolkien hatte "Beren und Lúthien" eine große persönliche Bedeutung. Auf dem Grabstein, den er und seine Frau Edith in Oxford teilen, sind die Namen eingraviert. In dem Roman geht es um die Liebe zwischen Beren, einem sterblichen Menschen, und der unsterblichen Elbin Lúthien. Weil er gegen die Verbindung ist, verlangt Lúthiens Vater, der Elbenkönig Thingol, dass Beren einen Silmaril von der Krone des bösen Melkor stehlen muss, um seine Geliebte zu heiraten - eine unlösbare Aufgabe.

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J.R.R. Tolkien:
Beren und Lúthien

Herausgegeben von Christopher Tolkien

Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch und Hans-Ulrich Möhring

Hobbit Presse bei Klett-Cotta, 304 Seiten, 22 Euro

Tolkien hatte die Geschichte geschrieben, nachdem er von der Schlacht an der Somme zurückgekehrt war. Dort hatte Tolkien zwei enge Freunde verloren. Das Schreiben war für den Autor laut dem Tolkien-Experten John Garth wie ein "Exorzismus" der grausamen Dinge, die er im Krieg gesehen hatte. Während eines Spaziergangs in einem Wald in East Yorkshire habe Tolkiens Frau Edith auf einer mit weißen Blumen gesäumten Lichtung getanzt, ein ähnliches Bild wurde zu einer Schlüsselszene in "Beren und Lúthien".

max



insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
Reg Schuh 01.06.2017
1. Muß mal ganz kurz in die Buchhandlung.....
Da bin ich wirklich gespannt. Die Geschichte Turins hatte Christopher Tolkien in manchen Bereichen arg zusammengestückslt, aber das lag sicher auch an der stark fragmentierten Quellenlage. Beren und Luthien könnte aus einem klareren Guß kommen. So oder so gebe ich hier zu, ein typischer "Fanboy" zu sein, und das Buch so oder so zu kaufen.
alternativloser_user 01.06.2017
2. Hmm
Im Prinzip steht die Geschichte doch schon im Silmarillion. Man kann die natürlich noch weiter ausschmücken, aber die Haupthandlung ist bekannt. Übrigens eine echt gute Geschichte. Hat schon fast etwas von einer klassischen Tragödie.
Dark Agenda 01.06.2017
3. Ein guter Morgen der mit Tolkien anfängt
Zwar ist die Geschichte in Ansätzen bekannt aber alles nochmal in Tolkiens epischen Stil in der Breite nachzulesen wird bestimmt reizvoll.
Shulma Shmoller-Shmopp 01.06.2017
4. Cis wie trans
Es ist schön, wenn auch die Eskapisten Teil der einen Realität sind, die in ihren Wiederholungen des Immergleichen cis wie trans für zuverlässige Ermüdung sorgt.
Matzescd 01.06.2017
5. Wieder im Stil eines "neuen Testaments"?
Ich mag den Hobbit und den Herrn der Ringe... aber alles was ich sonst von ihm bisher lesen wollte legte ich nach ein paar Seiten genervt weg (zuletzt so ein Büchlein mit irgendwas mit "Melkus" oder so) weil ich mir immer vorkomme als würde ich die Luther Bibel lesen.
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