Absagen an "Harry Potter"-Autorin "Mit Bedauern sind wir zu der Entscheidung gekommen..."

Sie ist die bestbezahlte Autorin der Welt - doch viele Verlage wollten ihre Bücher zunächst nicht herausbringen: Joanne K. Rowling hat jetzt Absagebriefe von Verlegern veröffentlicht.

Erfolgsautorin Joanne K. Rowling
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Erfolgsautorin Joanne K. Rowling


Um Nachwuchsautoren zu ermutigen, hat die britische Erfolgsautorin Joanne K. Rowling zwei Absageschreiben, die sie von Buchverlagen erhalten hat, auf Twitter veröffentlicht.

Rowling, die mit ihrer "Harry Potter"-Romanreihe zur bestbezahlten Autorin der Welt wurde, erhielt die Absagen laut "Guardian" für ihren ersten Kriminalroman, den sie nach "Harry Potter" unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith geschrieben hatte.

Das Verlagshaus Constable & Robinson antwortete demnach auf das Manuskript: "Mit Bedauern sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass wir Ihr Buch nicht mit kommerziellem Erfolg veröffentlichten können." Die unhöflichste Absage habe Galbraith von dem Verlag bekommen, der damals auch als erster "Harry Potter" abgelehnt hätte.

Sie twittere diese Briefe, um andere Autoren zu inspirieren und zu motivieren, nicht um Rache zu üben, so Rowling, die vorher die Unterschriften auf den Schreiben unkenntlich gemacht hatte.

Ein Fan hatte sie zuvor nach einem Absageschreiben gefragt, woraufhin Rowling sagte: "Die Potter-Absagen sind in einer Box auf meinem Dachboden, aber ich kann dir die an RGalbraith zeigen?" Unter dem Pseudonym schreibt Rowling mittlerweile Detektivromane. Ihr dritter Kriminalroman um den Privatdetektiv Cormoran Strike wurde am 2. März 2016 unter dem Titel "Die Ernte des Bösen" in Deutschland veröffentlicht.

Der BBC hatte die Erfolgsautorin kürzlich mitgeteilt, dabei solle es aber nicht bleiben: "Ich habe einen Teil eines Kinderbuches geschrieben, das ich sehr mag. Ich werde es auf jeden Fall fertig schreiben."

Die Geschichte um den Zauberlehrling Harry Potter machte Rowling reich und berühmt, weltweit wurden 450 Millionen Bände verkauft. Rowlings Vermögen wird auf umgerechnet rund 683 Millionen Euro geschätzt.

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Neues Kinderbuch von J. K. Rowling: Nicht nur Kriminalromane

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hasipapa 25.03.2016
1. Harry Potter
habe ich nur bis zum vierten Buch gelesen. Danach waren die Bösartigkeiten, die Brutalitäten Rassisman für mich nicht mehr ertragbar. Ich habe auch nur bis zum vierten Film die Reihe gesehen, und wurde in meine Vorbehalten bestätigt. Meine Meinung zu "Harry Potter" teilte ich auch meinen Kindern mit und gab ihnen die frei Wahl. Keins las die sieben Bücher durch. Für mich ist diese Reihe kinderfeindlich und charakterverderbend.
Ringmodulation 25.03.2016
2. unhöflich?
Es wird aus dem Artikel nicht ganz klar, ob mit der "unhöflichsten Absage" eine der beiden im Bild veröffentlichen gemeint ist. Die sind nämlich beide alles andere als unhöflich. Die eine gibt, jedenfalls für Anfänger, sehr wertvolle Tipps, was der Autor als nächstes versuchen sollte, und die andere sagt schlicht, dass der Verlag derzeit überhaupt keine neuen Titel zur Veröffentlichung annehmen kann. Auch wenn die Unterschriften sichtbar wären, müsste das niemandem peinlich sein.
black-mamba 25.03.2016
3. Falsch besetzt
Zwei gute Hinwese darauf, dass an den Entscheiderpositionen oft inkompetente Leute sitzen sind auch Margarete Steiff und Käthe Kruse. Trotzdem die eigentliche Zielgruppe - die Kinder - bereits entschieden hatten, dass das spielzeug der beiden Damen genau das ist was Kinderseelen glückich macht, wollten achso wissende Geschäftsleute die Sachen zuerst nicht anbieten. Leider ist das sehr oft so: Inkompetente Leute an Machtpositionen verhindern, dass gute und richige Dinge geschehen. Zum Glück aber hilft auch immer mal wieder die 'Zufallsfee' dass es doch noch gut wird. Leichter und voller aber wäre das Leben ohne diese "Besserwisser"
phboerker 25.03.2016
4. Robert Albraith
Wäre dem Buchmarkt so viel entgangen, wenn Robert Albraiths Bücher tatsächlich von einem Robert Albraith stammten und deshalb nie veröffentlicht worden wären?
newline 25.03.2016
5. Erinnert mich
an die Absagen an die Adresse einer Band: "Gitarrenmusik ist leider zur Zeit nicht gefragt." Die hießen "Beatles" oder so ähnlich.
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