David Vanns "Die Unermesslichkeit": Die Insel der Verzweifelten

Von Hans-Jost Weyandt

Fischreiche Gewässer, endlose Wälder - und endlich ein Leben in Freiheit? Eher nicht. David Vann erzählt seinen Roman "Die Unermesslichkeit" in der Nachfolge Hemingways und Cormac McCarthys: Die unberührte Natur wird zur Bühne für eine existentielle Katastrophe.

Schriftsteller David Vann: Selbstmord als familiäre Katastrophe Zur Großansicht
Diana Matar/ Suhrkamp

Schriftsteller David Vann: Selbstmord als familiäre Katastrophe

Sperrig, abweisend ist dieser Roman, kantig, herb seine Sprache. Eine Geröllhalde zerstörter Lebensentwürfe, der man sich nur zögernd nähern möchte, auch wenn der englische Titel mit der Aussicht auf einen Sehnsuchtsort lockt. "Caribou Island" heißt das Buch im Original und in allen Übersetzungen außer der deutschen - der Inselname lässt die alten Verheißungen des Nordens anklingen, die Versprechen auf fischreiche Gewässer, endlose Wälder und ein Leben in Freiheit, die Trapperromantik Jack Londons.

Den Ruf der Wildnis vernimmt auch Gary, einer der beiden großen Verzweifelten dieses Romans. Er wird ihm irritierend bedingungslos folgen, in einem Kraftakt euphorischer Resignation, um sein Leben, das ihm als Irrtum erscheint, in den menschenleeren Weiten sich endgültig verirren zu lassen. Gary lebt bereits seit drei Jahrzehnten am Ufer des Skilak Lake in Alaska: in einer tristen Community von Sinn- und Grenzensuchern aus den gemäßigten Zonen, von Drop-outs auf Ego- oder Drogentrip, die vorgeben, das amerikanische Frontier-Ideal wiederbeleben zu wollen - und dabei die Gewässer leerfischen und die Gegend vollmüllen. Arbeit ist knapp in der lebensfeindlichen Umwelt und ihr Schutz ein Luxus, den sich kaum einer leisten mag.

Erschöpft wie die Landschaft sind auch Garys Ressourcen. Seitdem er aus Furcht vor dem akademischen Scheitern aus Berkeley floh, ist er gewiss, ein intellektueller Versager zu sein und seine Bestimmung in archaischer Einfalt finden zu müssen. Ein Irrtum, denn nichts überfordert ihn mehr als körperliche Arbeit, deren konkrete Herausforderungen seine diffusen Traumbilder von der Einfachheit des einfachen Leben aufs Übelste beleidigen. Er ist 55 Jahre alt und meint, noch genügend Kraft zu haben, nach Caribou Island überzusetzen, einer Insel vis-à-vis, auf der so wenig Karibus zu finden sind wie Grünflächen auf Grönland, und in diesem nordischen Arkadien sein spätes Einsiedlerglück zu finden. Er gaukelt sich einen Neuanfang vor und weiß, dass er am Ende ist. Und er hat ein Problem: Er lebt gar nicht allein. Seine Frau allerdings spürt, dass er allein verkümmern möchte, ohne sie, die ihn jahrzehntelang vor dem Verkümmern bewahrte.

Selbstmitleid als Aggression

Man kann David Vanns Roman so lesen: als eine weitere Abrechnung mit den Trugbildern des amerikanischen Traums, seiner massenhaften Pervertierung und einem verqueren männlichen Heroismus, der seine wahre Erfüllung im Scheitern wähnt. Doch das ist nur ein Strang dieses düsteren Werks, der sich aus der Unwirtlichkeit der Landschaft ergibt und allein nichts weiter wäre als eine immerhin kitschfreie Fingerübung in Sachen Macho-Larmoyanz. David Vann interessieren am Selbstmitleid weniger die Klischeebilder, in die es sich kleidet, als die unterschwellige Aggression, die von jeder sozialen Verweigerung ausgeht.

Garys Frau Irene, die zweite große Verzweifelte dieses Buchs, spürt die Kälte des Mannes, den sie seit 30 Jahren vor dem Verkümmern bewahrt hat, in seinen stummen Klagen, die sie mit ins Boot auf die verfluchte Insel zwingen. Wie die scharfkantigen Steine am Ufer von Caribou Island verletzen sie Garys richtungslose Sätze. Seine idiotische Planlosigkeit beim Errichten einer Hütte, bei der jeder Handgriff mehr zerstört als aufbaut, piesackt sie wie die Mücken, die bis zum ersten Frost die Insel belagern. Die kolossale Gewissheit, dass sie ihrem Mann hilft, sich von ihr zu lösen, versetzt sie in einen Zustand, der sich ausdrückt in einem Kopfschmerz, dessen Ursache kein Arzt diagostizieren kann. Dessen "Unermesslichkeit" (so der durchaus treffende, jedoch leicht dröhnende deutsche Titel) versucht David Vann auszumessen, wenn er den Roman mit jenem Moment in Irenes Kindheit eröffnet, als sie ihre tote Mutter unter der Decke hängend erblickt.

Keine Wahl und keine Chance

Gary und Irene sind am Ende, das spürt auch die Frau. Doch noch deutlicher spürt sie, dass sie nicht noch einmal zulassen kann, verraten zu werden. Niemand könnte sie trösten, nicht einmal ihre Tochter Rhoda.

In "Caribou Island" erzählt David Vann - wie schon in seinem novellistischen Erzähldebüt "Sukkwan Island" (deutsch "Im Schatten des Vaters", 2011) - vom Selbstmord. Es ist bekannt, dass der 1966 auf Addak Island geborene Autor als 13-Jähriger selbst erleben musste, wie sich sein Vater erschoss, und die Widerspiegelung dieses Erlebnisses in seinen bisherigen Werken ist offenkundig. Sie entzieht sich der kritischen Wertung.

Das gilt nicht für die Bücher selbst. Vanns Erzählen steht in der Tradition von Hemingways Kurzgeschichten, die teils inhaltlich verwandt sind ("Indianerlager"), und Cormac McCarthys, auf den er sich beruft. Er versteht den Selbstmord nicht als einen existentiellen Akt, bei dem ein Einzelner angesichts einer abweisenden Natur selbstbestimmt den "Weg ins Freie" (Jean Améry) wählen könnte, sondern als familiäre Katastrophe mit Mustern, die sich den Nachgeborenen einbrennen. Der Roman schließt, als Rhoda auf die Insel übersetzt. Manchmal verzichtet Vann bei der Beschreibung einer Welle, einer Böe auf das Verb. Dann verdichtet sich die Welt im Stillstand.

Zuletzt auf SPIEGEL ONLINE rezensiert: Bram Stokers "Dracula", Marc Deckerts "Kometenjäger", Hélène Grémillons "Das Geheimnis der Liebe", Felicitas Hoppes "Hoppe", und Rayk Wielands "Kein Feuer, das nicht brennt".

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1. Langeweile, Frust, Streit, Einsamkeit
Ylex 23.04.2012
Zitat: „...dass der 1966 auf Addak Island geborene Autor als 13-Jähriger selbst erleben musste, wie sich sein Vater erschoss...“ Zitat: „Die kolossale Gewissheit, dass sie ihrem Mann hilft, sich von ihr zu lösen, versetzt sie in einen Zustand, der sich ausdrückt in einem Kopfschmerz, dessen Ursache kein Arzt diagostizieren kann. „Dessen "Unermesslichkeit" (so der durchaus treffende, jedoch leicht dröhnende deutsche Titel) versucht David Vann auszumessen, wenn er den Roman mit jenem Moment in Irenes Kindheit eröffnet, als sie ihre tote Mutter unter der Decke hängend erblickt.“ Da soll erstmal einer draus klug werden... Herr Weyandt hat einen etwas eigentümlichen Stil, der den Leser zuweilen zwingt, vom Deutschen ins Deutsche zu übersetzen. Und der Roman? Den kenne ich nicht, sollte mich also gar nicht dazu äußern. Egal, jedenfalls scheint da eine skurille Ehe in der Wildnis ihren traurigen Verlauf zu nehmen. Beide Ehepartner haben ein Elternteil durch Suizid verloren, was sowieso nicht auf eine lockere Geschichte hindeutet. Trotzdem werde ich mir beide Romane von David Vann besorgen, obwohl ich übersetzten Romanen aus dem anglo-amerikanischen Bereich grundsätzlich distanziert gegenüberstehe. Denn mich interessieren die Erfahrungen in und mit der Wildnis – diese Aussteiger-Mentalität hatte auch mich einmal gepackt, ausgerechnet da, wo David Vann geboren wurde, nämlich in Alaska. Es muss übrigens Adak-Island heißen, nicht Addak-Island. Mein Ausstiegsaktion, die ungefähr ein halbes Jahr andauerte, endete, man muss es so sagen, kläglich, aber mit einem gewaltigen Zuwachs an Erfahrungen, die mich heute dazu bewegen, jeden vor solchen Plänen zu warnen, besonders wenn man sie in Alaska verwirklichen will. Wie schon im Artikel brachten einen die Black Flies und die Mücken im Frühsommer fast um – ins Wasser fliehen konnte man auch nicht, weil es viel zu kalt war. Langeweile, Frust, Streit, Einsamkeit, viel schwere Arbeit, Holz sägen, Holz hacken, Fleisch salzen, Fleisch trocknen, ebenso Fisch, schmeckte alles versalzen, schmeckte alles be...scheiden, und dann immer wieder die Bären, die nervten wirklich, die waren echt gefährlich, meine Symphatien für diese Herrscher der Wildnis sanken gegen den Nullpunkt, inzwischen hat sich das aber längst wieder eingependelt. Vor dem knallharten Winter haute ich dann ab – Alaska ade.
2. dito
AlfredS. 24.04.2012
Ich würd's mit etwas Wildniserfahrung so ähnlich einschätzen, zumal der Protagonist schon 55 ist. Aus meiner Erfahrung ein Alter, in dem man nicht mehr im Outback von Alaska neu beginnen sollte. Man ist längst nicht mehr so belastbar wie als junger Mensch, körperlich und psychisch. Allein die Mücken und Fliegen würden mich verrückt machen. Wenn man zudem auch noch das schwere Gepäck der Eltern-Suizide zu schleppen hat, würde ich mich eher in einem urbanen Kreis mit guten sozialen Kontakten orientieren und nur urlaubsmäßige Stippvisiten in die Wildnis machen. Selbstmord in der Familie mit Kindern muß ja wohl die absolute Katastrophe sein. In der Situation sollte sich jeder Suizid-Anwärter an A. Camus orientieren, die Wildnis hat kein Mitleid und auch keine Antworten.
3. Tabula rasa
Ylex 25.04.2012
Zitat von AlfredS.Ich würd's mit etwas Wildniserfahrung so ähnlich einschätzen, zumal der Protagonist schon 55 ist. Aus meiner Erfahrung ein Alter, in dem man nicht mehr im Outback von Alaska neu beginnen sollte. Man ist längst nicht mehr so belastbar wie als junger Mensch, körperlich und psychisch. Allein die Mücken und Fliegen würden mich verrückt machen. Wenn man zudem auch noch das schwere Gepäck der Eltern-Suizide zu schleppen hat, würde ich mich eher in einem urbanen Kreis mit guten sozialen Kontakten orientieren und nur urlaubsmäßige Stippvisiten in die Wildnis machen. Selbstmord in der Familie mit Kindern muß ja wohl die absolute Katastrophe sein. In der Situation sollte sich jeder Suizid-Anwärter an A. Camus orientieren, die Wildnis hat kein Mitleid und auch keine Antworten.
Auch wenn das Buch von David Vann als Aufhänger dient, möchte ich noch ein paar Bemerkungen hinzufügen, die Ihre Einschätzung bestätigen. Auch jungen Menschen würde ich von solchen Abenteuern abraten. Man kann sich kaum vorstellen, wie abweisend und leer die Wildnis sein kann. Das „Haus“ stand schon, jemand hatte es praktisch umsonst zur Verfügung gestellt, tatsächlich war es eine größere Hütte, nordwestlich von Kantishna, aber schon weit außerhalb des Denali-Nationalparks. Nur mit dem Flugzeug war dorthin zu kommen, und selbst wenn man Beziehungen hatte, ging das Chartern unheimlich ins Geld, ich besaß nicht viel Geld – der Besitzer der Hütte hatte versichert, dass man auch mit einem Offroader hinkommen könnte, ich versuchte es ein Mal, schlechter Witz, konnte man total vergessen. Beispiele: Holz ohne Ende, aber keine Bretter – wie aus einem Baumstamm ein Brett machen? Es zog in der Hütte, sie musste an mehreren Stellen abgedichtet werden. Also fällte man dünne Bäume und sägte gegenüberliegend zwei Streifen längs ab, um eine Art Balken zu erhalten. Das hört sich leichter an als es ist, besonders wenn man mehrere Balken braucht. Außerdem verjüngen sich die Stämme ja nach oben, so dass sie nie richtig passten, man musste mit einem Brei aus Lehm und Gras nachdichten, Lehm war glücklicherweise genug da. Am schlimmsten waren die Black Flies, es gab sie in Myriaden, klein und bissig. Tagsüber konnte man eigentlich nur vermummt herumlaufen. Mosquito-Repellents, also Chemikalien gegen die Viecher erwiesen sich als auf Dauer nutzlos. Aber ein versoffener Indianer hatte mir das Rezept für eine Schmiere verraten: aus Dieselöl, Fett, Pansen und Kräutern – sie war haltbar und hielt die Mücken ab, man wusste auch warum, weil sie nämlich stank wie die Pest. Es gab, das sollte man der Wildnis lassen, auch viele gute Tage, sogar wunderbare – wenn der Wind aus den Bergen kam, und nicht vom Fluss her, dann winkte schon mal das Gefühl der unendlichen Freiheit in der unberührten Natur. Als leidenschaftlicher Nicht-Jäger hatte ich nur wegen der Bären ein Gewehr, ein geliehenes, mit dem ich ein paar Mal in die Luft schoss, um die Viecher zu vertreiben. Bären haben wohl den feinsten Geruchssinn von allen Tieren – man musste alles Essbare robust verpackt hoch in die Bäume hängen, tief verbuddeln oder schwer verrammeln, sonst kam der Bär, fraß alles auf und richtete ein unvergleichliches Chaos an. Schwarzbären sind zwar kleiner, doch viel aggressiver, auch schlauer als die Grizzlys – dafür machten die Grizzlys einen Riesenkrach und absolut Tabula rasa, meistens nachts. Das Fleisch hatte der Pilot im Vorbeiflug zu einem anderen Kunden geliefert, im Niedrigflug, in Form eines halben Karibous, das wie eine Bombe zwischen den Büschen einschlug. Hinsichtlich der Bären wurde ein Lösung gefunden, auch ein Tipp von einem Frontier – ein massiver Holzverschlag, also etwa ein sehr großer Kasten, der überall mit scharf angespitzen Holzstangen bewehrt war, das funktionierte. Es gäbe noch viel zu erzählen.... na ja, vielleicht mach‘ ich später noch ein bisschen weiter.
4.
AlfredS. 26.04.2012
Zitat von YlexAuch wenn das Buch von David Vann als Aufhänger dient, möchte ich noch ein paar Bemerkungen hinzufügen, die Ihre Einschätzung bestätigen. Auch jungen Menschen würde ich von solchen Abenteuern abraten. Man kann sich kaum vorstellen, wie abweisend und leer die Wildnis sein kann. Das „Haus“ stand schon, jemand hatte es praktisch umsonst zur Verfügung gestellt, tatsächlich war es eine größere Hütte, nordwestlich von Kantishna, aber schon weit außerhalb des Denali-Nationalparks. Nur mit dem Flugzeug war dorthin zu kommen, und selbst wenn man Beziehungen hatte, ging das Chartern unheimlich ins Geld, ich besaß nicht viel Geld – der Besitzer der Hütte hatte versichert, dass man auch mit einem Offroader hinkommen könnte, ich versuchte es ein Mal, schlechter Witz, konnte man total vergessen. Beispiele: Holz ohne Ende, aber keine Bretter – wie aus einem Baumstamm ein Brett machen? Es zog in der Hütte, sie musste an mehreren Stellen abgedichtet werden. Also fällte man dünne Bäume und sägte gegenüberliegend zwei Streifen längs ab, um eine Art Balken zu erhalten. Das hört sich leichter an als es ist, besonders wenn man mehrere Balken braucht. Außerdem verjüngen sich die Stämme ja nach oben, so dass sie nie richtig passten, man musste mit einem Brei aus Lehm und Gras nachdichten, Lehm war glücklicherweise genug da. Am schlimmsten waren die Black Flies, es gab sie in Myriaden, klein und bissig. Tagsüber konnte man eigentlich nur vermummt herumlaufen. Mosquito-Repellents, also Chemikalien gegen die Viecher erwiesen sich als auf Dauer nutzlos. Aber ein versoffener Indianer hatte mir das Rezept für eine Schmiere verraten: aus Dieselöl, Fett, Pansen und Kräutern – sie war haltbar und hielt die Mücken ab, man wusste auch warum, weil sie nämlich stank wie die Pest. Es gab, das sollte man der Wildnis lassen, auch viele gute Tage, sogar wunderbare – wenn der Wind aus den Bergen kam, und nicht vom Fluss her, dann winkte schon mal das Gefühl der unendlichen Freiheit in der unberührten Natur. Als leidenschaftlicher Nicht-Jäger hatte ich nur wegen der Bären ein Gewehr, ein geliehenes, mit dem ich ein paar Mal in die Luft schoss, um die Viecher zu vertreiben. Bären haben wohl den feinsten Geruchssinn von allen Tieren – man musste alles Essbare robust verpackt hoch in die Bäume hängen, tief verbuddeln oder schwer verrammeln, sonst kam der Bär, fraß alles auf und richtete ein unvergleichliches Chaos an. Schwarzbären sind zwar kleiner, doch viel aggressiver, auch schlauer als die Grizzlys – dafür machten die Grizzlys einen Riesenkrach und absolut Tabula rasa, meistens nachts. Das Fleisch hatte der Pilot im Vorbeiflug zu einem anderen Kunden geliefert, im Niedrigflug, in Form eines halben Karibous, das wie eine Bombe zwischen den Büschen einschlug. Hinsichtlich der Bären wurde ein Lösung gefunden, auch ein Tipp von einem Frontier – ein massiver Holzverschlag, also etwa ein sehr großer Kasten, der überall mit scharf angespitzen Holzstangen bewehrt war, das funktionierte. Es gäbe noch viel zu erzählen.... na ja, vielleicht mach‘ ich später noch ein bisschen weiter.
Hallo, lese gerne Ihre Anmerkungen, die doch auch das Buch von D. Vann unmittelbar betreffen. Der ewige Traum vom Aussteigen. Auch bei Jon Krakauer ("In die Wildnis") nachzulesen. Oder in "Ausgerechnet Alaska" ("Northern Exposure", US-TV-Serie, 1990-1995) mit dem philosophischen Radiomoderator nachzusehen. Die letztere Art auszusteigen würde mir am besten gefallen, auch wenn die meisten Außenaufnahmen 'nur' östlich von Seattle stattfanden. Oder "Insomnia", sehr stimmungsvoll, abweisend und anziehend. Ihre Hütten-, Holz- und Bärenstories sind sehr anschaulich und nachvollziehbar. In den TV-Dokus werden ja immer nur glückliche Auswanderer gezeigt, die es mit ein bißchen Mühe geschafft haben. Mir würde es reichen, am Rand der Zivilisation zu leben, ohne die Last Frontier zu überschreiten, aber auch dort muß man sich einleben, aufgenommen werden und durchhalten. Island und die Lofoten, vielleicht Irland oder sonstwo in Skandinavien, standen mal auf meiner Wunschliste für Auswanderziele. Man kann die Uhr 'eh nicht zurückdrehen und sich einbilden, als Buschmann, Steinzeitler oder bedingungsloser Naturfreak würde alles besser werden. Es ist zuviel passiert in der Zwischenzeit, alsdas das noch möglich wär.
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