Einzelgänger-Serienfiguren Lob der Einsamkeit

Anja Rützel ist gerne für sich. In ihrem Buch "Lieber allein als gar keine Freunde" plädiert sie für ein positives Solo-Gefühl. Ihre Vorbilder in Sachen Alleinsein: Serienfiguren wie Don Draper oder Buffy.

Jon Hamm als Don Draper in "Mad Men"
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Jon Hamm als Don Draper in "Mad Men"


Dieser Text ist ein gekürzter Vorabdruck aus Anja Rützels Buch "Lieber allein als gar keine Freunde", das am 26. September erscheint.

Natürlich muss man erst einmal misstrauisch werden, wenn eine wissenschaftliche Studie so heißt, als wäre sie eine Folge von "The Big Bang Theory", diesem gruseligen, niemals endenden Lehrstück über den Horror toxisch aneinander klebender Freunde und Paare. "Social Surrogacy Hypothesis" heißt die Annahme, dass man Serienfiguren genauso lieben kann, als wären sie "echte", lebendige Freunde.

Die Beziehungen, die wir mit Seriencharakteren eingehen, mögen zwar einseitig sein, weil sie uns umgekehrt leider nie kennenlernen werden, trotzdem ähneln sie immer mehr auch zwischenmenschlichen Freundschaften, wenn wir im Laufe der Zeit und der Folgen immer tiefer in den erfundenen Leben, kleinen Eigenheiten, den schönen und schlimmen Momenten versinken. Gerade Menschen wie ich, die das Alleinesein lieben, integrieren sich gefühlsmäßig lieber in ein Netzwerk aus fiktiven Drogenhändlern oder in eine Ersatzfamilie mit knallgelber Haut und fragwürdigen Frisuren als in Echtleben-Bekanntschaften, die penetrant fragen, ob man denn wirklich nicht mit aufs Craftbeerfesitval möchte.

Zur Autorin
  • Anja Rützel, Jahrgang 1973, taucht im Trash-TV-Sumpf nach kulturellem Katzengold. In ihrer Magisterarbeit erklärte sie, warum "Buffy the Vampire Slayer" eine sehr ausführliche Verfilmung der aristotelischen Argumentationstheorie ist. Sie glaubt: "Everything bad is good for you" - und dass auch "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" tieferen Erkenntnisgewinn liefern kann. Seit April 2015 ist sie Autorin für SPIEGEL ONLINE.

Die meisten Serienschauer merken dabei nicht, dass ihre Helden trojanische Pferde sind. Alleine sein, einsam sein - im echten Leben möchte das keiner, nicht mal darüber sprechen, es sind fast schon Tabuthemen. Viele der beliebtesten Serienfiguren sind bei näherer Betrachtung allerdings überraschend coole Rolemodels dafür, wie man mit moderner Einsamkeit umgehen kann. Lauter heimliche Botschafter dafür, dass Loner-Leben vielleicht doch die interessanteren sind. Die aufregenderen sowieso: Fast alle Superhelden sind entschiedene Einzelgänger.

Super einsam

Batman verbringt reichlich Me-Time in seiner Batcave, Superman hat gar eine ganze Festung zum Einsamensein, seine "Fortress of Solitude" - gemauert in eine steile arktische Eisklippe, versteckt hinter einer monströsen goldenen Tür mit einem Schlüsselloch, etwa in Eiffelturmgröße. Den passenden Schlüssel kann praktischerweise nur Superman heben. Vielleicht, sagt der Hausherr im etwas umständlich benannten Comicheft "Das Geheimnis von Supermans Festung der Einsamkeit", das ich besitze, seit ich zehn Jahre alt bin, vielleicht sei sie der einzige Ort im ganzen Universum, wo er in Ruhe meditieren, nachdenken oder einfach mal entspannen könne. Die Festung beherbergt, mein Lieblingsdetail, neben einer Superwaffenkammer übrigens auch einen Alien-Zoo mit Minidinosaurieren, einem Wutbiest und Pelzfröschen.

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Anja Rützel:
Lieber allein als gar keine Freunde

Fischer; 272 Seiten; 9,99 Euro

Einsamkeit ist im echten Leben verpönt, aber in vielen Serien dramaturgisch essenziell. Fast alle Serien-Journalisten, -Anwälte, -Doktoren und -Ermittler können ihrer Berufung nur nachgehen, wenn sie alleine sind und Nachtschichten ohne ihr (oft nur störendes) Team kloppen, alleine in ihrem schmandigen Büro übernachten und das Restleben opfern: Wer es in einer Serie ernst meint mit seinem Job und wirklich dafür brennt, ist meistens ein einsamer Hund mit mindestens angeknacksten Familienverhältnissen, wenn überhaupt vorhanden.

Der einsame, terrierartig in seiner Aufgabe festgebissene Schmorer im Schatten ist eine unverzichtbare Serienfigur. Ohne ihn hätte man niemals hochklappbare Mantelkrägen erfunden. Das Raffinierte ist, dass bei diesen Charakteren ihre Einsamkeit nie das hervorstechendste Merkmal ist. Die Tony Sopranos, Gregory Houses und Jimmy McNultys der Serienwelt sind liebenswerte Mörder, herzlose Sarkastiker, besessene Saufköpfe - UND heimlich eben auch verlassene Hascherl.

Plakativ einsam

Die plakativ Einsamen, die ihre dauerversingelte Verzweiflung vor sich hertragen, machen uns dagegen oft nur etwas vor. Dan Humphrey aus "Gossip Girl", der stets programmatisch "Lonely Boy" genannt wird, ist natürlich nur eine Finten-Figur, die davon ablenken soll, dass der geckige Egomane Chuck Bass hinter all seinen Intrigen das wahre einsame Seelchen ist. Bis man das als durchschnittlicher Zuschauer ohne aufgerüsteten Einsamkeits-Radar bemerkt, ist man schon vollends für ihn eingenommen, und die heimliche Einsamkeitspropaganda hat wieder einmal hervorragend verfangen.

Elisabeth Moss und Jon Hamm in "Mad Men": Gemütsimprägnierung
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Elisabeth Moss und Jon Hamm in "Mad Men": Gemütsimprägnierung

Drei Charaktere und verdeckte Einsamkeitsadvokaten habe ich im Laufe meiner Serienguckerei besonders ins Herz geschlossen. Der erste: Don Draper aus "Mad Men". Die Serie handelt in Wahrheit nämlich gar nicht von den goldenen Pionierjahren der Werbetreibenden, sondern von einsamen Menschen. Alle Charaktere sind hier alleine, jeder auf seine Weise, und jeder hat seine eigene Strategie, dagegen anzustrampeln oder sich zumindest zu arrangieren.

"Du wirst alleine geboren, und du stirbst alleine"

Zusammen schreiben die Mad Men und Women eine Art Praxishandbuch der Alleinseinsbekämpfung: Pete Campbell intrigiert über seinen Schmerz hinweg, Roger Sterling maskiert sich als Partyclown, Betty Draper rettet sich in die nächste Ehe, um sich selbst nicht zu spüren. Peggy Olson vergräbt sich in Arbeit - und bekommt von ihrer Mutter zu hören: "Du bist einsam? Hol dir eine Katze."

Don Drapers Einsamkeitsstrategie ist eine Rundum-Gemütsimprägnierung. Schon bei einem seiner ersten Auftritte, in der ersten Folge der ersten "Mad Men"-Staffel, hält er einen extra-abgezockten Iceman-Monolog darüber, dass das, was man so Liebe nennt, ohnehin nur von Typen wie ihm erfunden wurde, um Nylonstrümpfe zu verkaufen: "Du wirst alleine geboren, und du stirbst alleine, und zwischendurch lädt die Welt einen ganzen Haufen Regeln auf dir ab, damit du diese Tatsachen vergisst."

Er ist deswegen ein so begabter Werbemensch, weil er ein Angeknackster ist, der die Risse im Gemüt der anderen Menschen lesen kann - und es blendend versteht, ihnen passgenau Produkte als Trösterchen für unerfüllte Bedürfnisse anzudrehen. Sein größter Erfolg ist die berühmte, real existierende "I'd like to buy the world a Coke"-Brausewerbung, in der es natürlich nur höchst vordergründig um Limo geht und die eigentlich das Verlangen eines einsamen Menschen formuliert, der sich mehr Kontakt zu der Welt um ihn herum wünscht. Dons Dinganpreisungen sagen den Menschen: Du bist nicht alleine mit deinen Wünschen, hinter denen viel tiefere Bedürfnisse stehen als Limodurst.

Serienfigur Buffy
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Serienfigur Buffy

Meine nächste Einsamkeitsserienheldin ist Buffy, die Vampirschlächterin. Ein zierliches, blondes Mädchen mit einer unüberwindbaren Neigung zu Wortspielen und unüberlegten Schuhkäufen - und die einzige Person, die die Erde und ihre Menschen von Vampiren, Dämonen und anderen mythischen Bösewichtern schützen kann. Ein Alleinstellungsmerkmal, das schon von vornherein sehr einsam machen muss. Sie ist the chosen one, wie es im Anfangstrailer jeder Folge heißt. Buffy, die Auserwählte, von einer obskuren Vorsehung bestimmt.

Eine bestürzend grundsätzliche Einsamkeit

Im Laufe ihres siebenjährigen Serienlebens hat Buffy mindestens sechs Weltuntergänge abgewendet und eine ganze Reihe persönlicher Traumata durchgestanden - möglicherweise ist ihre einzige wirkliche Schwäche ihre bestürzend grundsätzliche Einsamkeit. Sie hat zwar - anders, als es die Jahrhunderte alte Tradition der einsamen Jägerin will - eine Gang von Freunden, die ihr bei den nächtlichen Patrouillen hilft, doch bei aller Empathie und Liebe kann keiner ihrer Freunde wirklich nachfühlen, was es heißt, als Auserwählte die Last der Verantwortung am Ende ganz alleine zu tragen.

Buffy ist dabei nicht die Einzige, die trotz guter Freunde zutiefst einsam ist - wie bei "Mad Men" verbirgt sich auch in "Buffy, the Vampire Slayer" eine ganzes knallvoll gesammeltes Einsamkeits-Sammelalbum: Buffy ist alleine mit ihrer Slayerbürde, Willow verliert ihre Geliebte, Xander ist der einzige nicht magiebegabte, nicht superschlaue Grundnormalo der Gang, Cordelia, das ikonografische popular girl einer jeden Highschool-Serie, spürt, dass Menschen sie nur benutzen, um sich in ihrer Beliebtheit zu sonnen, Buffys Mutter Joyce ist einsam, als Buffy zu Hause auszieht - selbst die Vampire, von naiven Romantikern auch lonely ones genannt, leiden mitunter unter der Last der Unsterblichkeit.

Am Ende überwindet Buffy ihre Schwäche, indem sie sich bewusst gegen die aufgezwungene Einsamkeit ihres Amtes entscheidet. Sie ändert einfach die Regeln und beschließt, ihre Gabe - und ihre Verantwortung - zu teilen. Und statt der einen, einzigen chosen one erwachen überall auf der Welt neue Slayerinnen, die sich zusammenschließen, um gemeinsam zu kämpfen.

Serienfigur BoJack Horseman
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Serienfigur BoJack Horseman

Ein einsamer Mann, eine einsame Frau - fehlt nur noch ein einsames Tier. BoJack Horseman, trauriger Held der gleichnamigen Serie, ist ein abgehalfterter (Zeichentrick-)Showzosse, ein menschenähnlich lebendes Pferd, das früher mal ein gefeierter Sitcom-Star war, mit dem ausbleibenden Erfolg nun aber in jeder Episode von Hoffnungslosigkeit, Panik und natürlich einem Gefühl des Verlassenseins gebeutelt wird - und das alles stets umgeben von einem Tingeltangel an Showbiz-Knallchargen.

Nie alleine, doch völlig verlassen

Er erzählt Geschichten über einsame Pferde und einsame Menschen, die nie alleine und doch völlig verlassen sind. Seine Einsamkeit schnürt ihm die Luft am gröbsten ab, wenn er gerade auf der lebhaftesten Party ist. Weil die Menschen und menschenähnlichen Tiere zwar mit ihm sprechen, aber niemals zuhören.

Am deutlichsten wird das in der vierten Folge der dritten Staffel. BoJack ist zu einem Unterwasser-Filmfestival geladen, wo er seinen neuen Film, seine erste Arbeit nach langer Zeit, präsentieren soll. Um auf dem Meeresgrund atmen zu können, bekommt er sofort bei der Ankunft eine Taucherglaskugel übergestülpt, die jedes Wort unhörbar abdämpft. Wobei ihn sowieso niemand verstehen würde, denn die Meeresbewohner gurgeln und blubbern in unterschiedlichen Fischdialekten, die er seinerseits nicht dechiffrieren kann. Es ist die klassische "fish out of water"-Konstellation, die man auch aus dem Film "Lost in Translation" kennt.

So bizarr das Setting der Serie zuerst scheinen mag, so überraschend schnell gelang es mir schon nach den ersten Folgen, mich in den einsamen Klepper BoJack einzufühlen. Vielleicht fällt es paradoxerweise leichter, sich in seinem Kummer wiederzufinden, gerade weil er kein Mensch, sondern ein Pferd ist - ein schlauer Verfremdungseffekt, der die Spiegelung eigener Erfahrungen immer noch auf einer spielerischen Ebene hält. Wie verrückt klingt es, zu sagen, dass ich mehr Gemeinsamkeiten mir BoJack Horseman habe als mit einigen meiner vermeintlichen Freunde?

Wie die vermaledeiten Echt-Beziehungen haben leider auch Freundschaften mit Serienfiguren am Ende dann doch einen Haken: Nämlich genau den, dass sie eben endlich sind. Und sich, wenn die unwiederbringlich letzte Folge der letzten Staffel zuende geht, dann eben auch ein bisschen so anfühlen, als hätte eben jemand mit einem Schluss gemacht, die Freundschaft aufgekündigt oder wäre zumindest ganz weit weggezogen. In ein Land ohne Netz und Kameras. Und sogar ohne Craftbeerfestivals.

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insgesamt 11 Beiträge
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ackermart 25.09.2018
1. Allein das Wort ALLEIN ...
gibt Grund zur Frage, was wohl das ALL(-)EINE ist? Physiker denken dabei stets an ein Teilchen oder Energie und kommen sich sofort ins Streiten ob des denkbar Gleichen von beidem oder nicht. Obgleich doch alte Weisheit spricht, dass es nichts Gleiches außer Gleichnisse des Denkens gibt. Was bliebe also als Gleichnis für das EINE von ALL übrig, wenn es nichts Gleiches ist? Wohl nur das All als Eines im Ganzen ungeteilt zu denken, also im Zustande nicht (lat. A) Teil (TOMOS), bzw. gegen teil. Wir können es so denn im Gegenteil von unserem ATOM(OS)Verständnis - als denn falschem im Teil - denken, statt dem so dann im Nichtgeteilten ALL gleich EINES. Die Erscheinung von All in Teilen bliebe dennoch leicht als Illusion der Sinne - eben nur im Subjektiven - zu verstehen, was dabei mindestens logisch auch objektiv wahr sein kann. Allein das wäre uns gewiss wohl ein viel zu wörtliches Verständnis von RÜCKBINDUNG (Religion).
spon-41d-frm9 25.09.2018
2. das kenne ich ...
... ich treffe mich jeden Sonntag spätnachmittags in ZDF NEO mit meinen Freunden von "Death in Paradise" in der Karibik. Das was man von der Gegend sieht ist wunderschön, die Charaktere sind herrlich komisch, alle auch allein, und am Schluß einer jeden Folge, wenn der Mord aufgeklärt ist, treffen sie sich in Cathrine´s Bar zum Bierchen, und tanzen zu karibischer Musik in den Sonnenuntergang, köstlich:-)
moi.ra 25.09.2018
3. “
Loneliness is the human condition ...
Cultivate it. The way it tunnels into you allows your soul room to grow. Never expect to outgrow loneliness. Never hope to find people who will understand you, someone to fill that space. An intelligent, sensitive person is the exception, the very great exception. If you expect to find people who will understand you, you will grow murderous with disappointment. The best you'll ever do is to understand yourself, know what it is that you want, and not let the cattle stand in your way.” Janet Fitch, White Oleander
Little_Nemo 25.09.2018
4. Gemeinsam einsam
Nicht nur Serienfiguren sind oft einsame Kämpfer. Das ist auch ein Standardmodell z.B. in Western, besonders Italo-Western, Action-Filmen und Krimis der Hard-Boiled-Tradition - der einsame Cop oder Detektiv mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden. Und diese Einsamkeit wird gemeinhin als cool und vorbildhaft empfunden, weil das Leute sind, die sich nicht um die Regeln scheren, die sie nicht selbst aufgestellt haben, und ja auch zumeist irgendwie im Recht sind und am Ende als Sieger dastehen. Der Mythos vom Übermenschen. Der Blonde aus Leones Dollar-Trilogie und "Harmonica" aus "Spiel mir das Lied vom Tod" etwa, Sam Spade, Phillip Marlowe und Mike Hammer, Rambo und John McClane... Ich sehe das übrigens ganz wertfrei. Natürlich ist es manchmal nötig zu seinen Überzeugungen zu stehen und auch gegen geltende Regeln zu verstoßen, wenn die Regeln sich als destruktiv und menschenfeindlich erweisen. Ebenso kann es aber natürlich auch verheerend sein, wenn plötzlch jeder seine eigenen Regeln aufstellt, gegen jede Vernunft. Gerade diese letzgenannte Problematik geht aber scheinbar meist unter und nur die Attitüde des einsamen, unfehlbaren, überlegenen Helden verfängt. Trotzdem sind wohl die meisten Menschen geradezu panisch auf der Flucht vor der Einsamkeit und tun die absurdesten Dinge um irgendwo dazu zu gehören: sie hören die Musik, die viele hören (warum sonst würde sich irgendwer außerhalb der Musikindustrie für die Charts interessieren?), sie fangen an zu rauchen, zu saufen, Drogen zu nehmen, sich für Fußball zu interessieren, manche gehen sogar rechten Rattenfängern auf den Leim, weil sie glauben dort, in der vermeintlichen Kameradschaft, endlich so was wie Geborgenheit zu finden. Überhaupt ist der wohl bizarrste Auswuchs von krampfhafter Gemeinschaftsbildung, die Abgrenzung von anderen. Und auch das Getue, die Selbstdarstellung als einsamer Held, der sich nicht darum schert was andere sagen, dient im Grunde vor allem dazu für sich zu werben, sich interessant zu machen, und so Kontakte zu knüpfen. Der Mensch ist eben ein soziales Wesen, wenn sich das auch sehr oft sehr unsozial äußert. Und sich zwischenmenschliche Beziehungen jedweder Art sehr oft letztendlich als Schall und Rauch erweisen.
andreas_bulkens 26.09.2018
5. Ja und?
Ich bin seit 20 Jahren verehelicht (die ganze Zeit mit der selben Frau), wir haben drei gemeinsame Kinder. Ich bin fest angestellt und habe ein gutes Verhältnis zu meinen direkten Kollegen. Ansonsten habe ich weder Bekannte, lebende Familienmitglieder oder Menschen mit welchen ich mich gelegentlich treffe oder austausche. Das ist einsam, aber es ist gut so. Menschen enttäuschen Menschen.
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