Literatur-Auszeichnung Ferdinand von Schirach erhält Kleist-Preis

Er machte seine ungeheuerlichsten Fälle zu einem Erzählband, jetzt kommt er dafür zu hohen Ehren: Der Jurist und Autor Ferdinand von Schirach erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Kleist-Preis.

Jurist und Schriftsteller Ferdinand von Schirach: Ausgezeichnetes Debüt
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Jurist und Schriftsteller Ferdinand von Schirach: Ausgezeichnetes Debüt


Köln - Der Schriftsteller Ferdinand von Schirach wird in diesem Jahr mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Das teilte der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Professor Günter Blamberger, am Dienstag mit. Mit seinem Erzählband "Verbrechen" (erschienen bei Piper) habe der 1964 in München geborene Autor und Strafverteidiger "das meistbeachtete Debüt der deutschen Literatur 2009" vorgelegt.

In der Kurzgeschichtensammlung schildert der Berliner Jurist kühl und direkt einige seiner erschreckendsten Fälle, verfremdet natürlich: von einem gutmütigen Arzt, der eines Tag zur Axt greift und seiner Ehefrau die Gliedmaßen abtrennt, bis zu einer jungen Frau, die ihren geliebten Bruder in der Badewanne ertränkt. Schirach tritt als Ich-Erzähler auf, der nach den Motiven seiner Figuren forscht.

Den mit 20.000 Euro dotierten Preis bekommt der Autor am 21. November in Berlin. Die Laudatio hält der Frankfurter Schriftsteller Bernd Eilert, der als Vertrauensmann der Jury Schirach zum Preisträger bestimmt hat.

Der Kleist-Preis hat eine lange Tradition. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden unter anderem Bertolt Brecht, Robert Musil und Anna Seghers ausgezeichnet. Nach der Wiederbegründung des Preises 1985 erhielten beispielsweise Alexander Kluge, Ernst Jandl, Herta Müller, Daniel Kehlmann oder zuletzt Arnold Stadler die Auszeichnung.

can/dpa

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insgesamt 1302 Beiträge
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BerSie, 13.08.2008
1. Gegen den Tag
Ob lesende Hund, sprechende Kugelblitze, oder das Michelson-Morley-Experiment... seltsam ist die Faszination des neuen Pynchon, der mich immer mehr in den Bann zieht! PS Wär ja schön, wenn hier auch Sachbuchbesprechungen toleriert würden!
joachim durrang 13.08.2008
2. bücher
ich lese hauptsächlich meine eigenen texte
kurzundknapp, 13.08.2008
3.
Zitat von joachim durrangich lese hauptsächlich meine eigenen texte
Wow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
BerSie, 13.08.2008
4.
Zitat von kurzundknappWow, besser als Goethe, Shakespeare und Benn? Glückwunsch....
Was der wohl textet, wenn keiner zukuckt?:-)
Muffin Man, 13.08.2008
5.
Unter den Neuerscheinungen sind es in letzter Zeit nur zweie gewesen, die meine Neugier soweit geweckt habe, das Portemonnaie zu zücken: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels (http://www.dtv.de/eleganz_des_igels/index.html)", eine möglicherweise interessante Gegenüberstellung zweier Außenseiterpositionen, ich hab's allerdings wegen eines höheren Stapels älterer Bücher, die ich noch vorher lesen will, kaum angerührt... und Cornelius Medveis "Mr. Thundermug (http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=22701)", dessen Story allerdings ziemlich simpel ist - naja, DAS ist's ja auch, was Lesepublikum und Lektoren verlangen...
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