Eine Stadt als Lesekreis Ganz New York, aber nur ein Buch

Unter dem Titel "One Book, One New York" schließt sich die Millionenmetropole zu einem Lesezirkel zusammen. Alle Bürger sollen das gleiche Buch lesen - und anschließend darüber reden.

DPA

Vor 15 Jahren hatten sie es schon einmal probiert, vergeblich. Jetzt kommt der zweite Versuch: Die Bürger New Yorks sollen lesen - und zwar alle das gleiche Buch. "One Book, One New York" heißt das Projekt des Bürgermeisters Bill de Blasio. Die Idee dahinter: ein Lesezirkel für eine Millionenmetropole.

Den Februar über können die 8,5 Millionen Bürger New Yorks über ein Buch abstimmen, das dann ab dem 1. März so viele von ihnen wie möglich parallel lesen. Anschließend sollen sie bei öffentlichen Veranstaltungen in allen fünf Stadtteilen über das Buch diskutieren. Die Bürger dürfen online sowie an digitalen Säulen im U-Bahn-System der Stadt abstimmen.

Fünf Bücher stehen insgesamt zur Vorauswahl: der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Roman "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith, "Americanah" der nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, "Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao" von Junot Díaz, "Zwischen mir und der Welt" von Ta-Nehisi Coates und die Satire "The Sellout" von Paul Beatty.

2002 war ein vergleichbares Projekt gescheitert, weil die Organisatoren sich auf keinen Titel einigen konnten. Chicago, Seattle und andere US-Städte haben vergleichbare Aktionen mit Erfolg durchgeführt.

gia/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.