Renommierter US-Buchpreis: Louise Erdrich bekommt National Book Award

Neben dem Pulitzerpreis gilt der National Book Award als wichtigste Literaturauszeichnung der USA. 2012 geht der Preis an Louise Erdrich für ihren Roman "The Round House". In der Sachbuch-Kategorie wird Katherine Boo ausgezeichnet. Sie schildert das Leben in einem Slum von Mumbai.

Schriftstellerin Louise Erdrich: Verbrechen im Reservat Zur Großansicht
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Schriftstellerin Louise Erdrich: Verbrechen im Reservat

Hamburg/New York - Die US-amerikanische Schriftstellerin Louise Erdrich, 58, hat für ihr Werk "The Round House" einen der renommiertesten amerikanischen Buchpreise erhalten. Der jährlich verliehene National Book Award wurde Erdrich am Mittwochabend in New York überreicht. Mit Tränen in den Augen bedankte sich die Schriftstellerin bei ihrem Verlag und ihrer Familie.

"The Round House", bislang nicht ins Deutsche übersetzt, handelt von einem Verbrechen in einem Indianerreservat. Erdrich, die deutsche und indianische Vorfahren hat und im US-Bundesstaat Minnesota lebt, hat bereits zahlreiche Romane, Gedichte und Kinderbücher veröffentlicht, darunter "Liebeszauber", "Die Rübenkönigin" oder auch "Schattenfangen".

Im Jahr 2011 war die Schriftstellerin Jesmyn Ward mit dem Award ausgezeichnet worden. Ihr Roman "Salvage The Bones", der einem Bericht der "Los Angeles Times" nach auch auf dem Schreibtisch von Barack Obama gesichtet wurde, ist noch nicht in deutscher Sprache erschienen. 2010 ging der Preis an Jaimy Gordon für ihr Buch "Die Außenseiter", das im Milieu einer Trabrennbahn spielt.

In der Kategorie Nonfiction ging der Preis an Katherine Boo für ihr Sachbuch "Annawadi oder der Traum von einem anderen Leben", die Schilderung des Alltags in einem Slum der indischen Stadt Mumbai. 2011 hatte Stephen Greenblatt den Sachbuchpreis erhalten, im Jahr davor ging die Auszeichnung an Patty Smith.

Der National Book Award gilt neben dem Pulitzerpreis als bedeutendster Buchpreis der USA. Er wird seit 1950 vergeben. Erdrich setzte sich gegen vier Mit-Finalisten durch, darunter unter anderem der Pulitzer-Preisträger Junot Díaz. Posthum wurde zudem der Herausgeber der "New York Times", Arthur O. Sulzberger, für sein Lebenswerk geehrt.

sha/dpa

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