Millionen-Verkäufe Michelle Obamas Biografie nach zwei Wochen Jahresbestseller

Michelle Obamas Memoiren sind in den USA zum Jahresbesteller aufgestiegen - innerhalb von weniger als drei Wochen. In dem Buch verrät die frühere First Lady delikate Details aus ihrem Leben.

Michelle Obama bei einem Auftritt am 29. November
AP

Michelle Obama bei einem Auftritt am 29. November


Keine drei Wochen nach ihrer Veröffentlichung ist die Autobiografie der früheren First Lady Michelle Obama zum bestverkauften Buch des Jahres in den USA avanciert. Obwohl das Weihnachtsgeschäft gerade erst anläuft, wurden Medienberichten zufolge schon jetzt deutlich mehr als eine Million Exemplare des Buches "Becoming - Meine Geschichte" verkauft.

Damit überholten die Memoiren das Enthüllungsbuch "Fire and Fury" des Journalisten Michael Wolff, der mit der Präsidentschaft Donald Trumps abrechnet, ihm Intrigen, Unfähigkeit und Demenz vorwirft. Das Buch hatte zu Jahresbeginn für erhebliches Aufsehen gesorgt.

Michelle Obamas Autobiografie war am 13. November in mehr als 20 Sprachen erschienen. Auch die deutsche Ausgabe erreichte bereits wenige Stunden nach dem Verkaufsstart die Spitze der Bestsellerliste.

"Eine überwältigende Welle von Lust, Dankbarkeit, Erfüllung"

Auf 421 Seiten beschreibt die 54-Jährige in dem Werk ihren Weg von der Kindheit im ärmlichen Süden Chicagos bis ins Weiße Haus. Dabei thematisiert sie sehr private, teils auch delikate Details aus ihrem Leben.

Über ihr Kennenlernen mit Barack Obama etwa schreibt die ehemalige First Lady: "In dem Moment, in dem ich zuließ, überhaupt etwas für Barack zu empfinden, überfluteten mich die Gefühle - eine überwältigende Welle von Lust, Dankbarkeit, Erfüllung und Bewunderung."

Fotostrecke

11  Bilder
Michelle Obama: Die ewige Charismatikerin

Im weiteren Verlauf des Buches berichtet Michelle Obama auch von den Problemen, schwanger zu werden, und schreibt, dass dem Paar schließlich künstliche Befruchtung half, die beiden Töchter zu bekommen.

Der letzte Teil des Buches handelt schließlich von ihrer Zeit im Weißen Haus und den damit verbundenen Belastungen. Darin berichtet sie auch, wie Donald Trump immer wieder Spekulationen anheizte, dass Barack Obama gar nicht in den USA geboren und somit kein Amerikaner sei. "Das war gefährlich, weil er absichtlich Extremisten und Verrückte angestachelt hat", schreibt sie.

Obamas verdienen mit dem Deal Millionen

Dass die Autobiografie ein Weltbestseller wird, hatten viele erwartet. Entsprechend hoch war die Summe, die Bertelsmann-Tochter Penguin Random House in ihren Deal mit den Obamas investierte: "Becoming" und ein Buch von Barack Obama sollen der Familie laut verschiedenen Medienberichten bis zu 65 Millionen Dollar einbringen.

Selbst für US-Präsidenten wäre das eine neue Dimension: Obamas demokratischer Vorgänger Bill Clinton hatte laut "Associated Press" im Jahr 2004 15 Millionen Dollar für seine Autobiografie "My Life" erhalten, der Republikaner George W. Bush etwa 10 Millionen Dollar für "Decision Points". Einen größeren Teil ihrer Einnahmen wollen die Obamas nun spenden.

Michelle Obama wird ihre Memoiren auch in Berlin präsentieren. Im Rahmen ihrer Europa-Tour kommt sie am 6. Dezember zu einem kurzen Besuch in die Hauptstadt, um vor geladenen Gästen und Pressevertretern über das Buch zu sprechen.

irb/AFP/dpa

TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.