Kinderbuchautorin und Übersetzerin Mirjam Pressler ist tot

Sie schrieb mehr als 30 Kinder- und Jugendbücher, darunter "Novemberkatzen" und "Malka Mai". Jetzt ist Mirjam Pressler nach langer, schwerer Krankheit gestorben.

Mirjam Pressler
DPA

Mirjam Pressler


Mirjam Pressler war eine der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie schrieb auch für Erwachsene und übersetzte mehr als 300 Bücher ins Deutsche. Am Mittwoch starb sie nach schwerer Krankheit in Landshut. Sie wurde 78 Jahre alt.

Jugendromane wie "Bitterschokolade", "Novemberkatzen" oder die Geschichtensammlung "Wer sich nicht traut, ist ein Feigling" rücken schwierige Situationen ins Zentrum, einfache Lösungen gibt es hier nicht. Dennoch scheint am Ende immer eine Hoffnung auf.

Oft geht es in ihren Werken um den Holocaust, etwa in dem 2001 erschienenen Roman "Malka Mai", der den Überlebenskampf eines siebenjährigen Mädchens schildert. Mirjam Pressler war selbst das uneheliche Kind einer jüdischen Mutter und wuchs in einer Pflegefamilie auf.

ANZEIGE
Mirjam Pressler:
Malka Mai

Gulliver von Beltz & Gelberg; 328 Seiten; 7,95 Euro

    Produktbesprechungen erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Über die sogenannten Affiliate-Links oben erhalten wir beim Kauf in der Regel eine Provision vom Händler. Mehr Informationen dazu hier.

Sie studierte Malerei und Sprachen in Frankfurt am Main und in München. Einige Zeit verbrachte sie in einem Kibbuz in Israel. In München war sie Taxifahrerin und Verkäuferin, bevor sie 1980 mit ihrem Romandebüt "Bitterschokolade" über ein Mädchen mit Bulimie ihren ersten großen Erfolg landete.

Mirjam Pressler übersetzte Romane von Zeruya Shalev oder Amos Oz, auch die Tagebücher von Anne Frank hat sie aus dem Niederländischen ins Deutsche übertragen.

Für ihr Schaffen erhielt Pressler zahlreiche Auszeichnungen. Noch kurz vor Weihnachten hatte sie in ihrer Heimatstadt Landshut das Große Bundesverdienstkreuz bekommen, als Anerkennung für ihren herausragenden Einsatz für die Völkerverständigung insbesondere zwischen Israel und Deutschland sowie die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht.

Ihr letzter Roman "Dunkles Gold" erscheint im März.

kae/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.