Neue Comics Toni Greis - "Hundeleben"

Ein sehr plastischer Porno-Comic machte ihn berühmt: Toni Greis wurde mit "Alraune" auch im Ausland bekannt. Inzwischen widmet er sich aber bevorzugt seinem Lieblingsgenre: dem Fantasy-Horror. Den Kurzcomic "Hundeleben" stellte er SPIEGEL ONLINE exklusiv zur Verfügung.


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Toni Greis - "Hundeleben" (8 Bilder)


Wer die Comics von Toni Greis kennt, gibt das wahrscheinlich nicht gerne zu. Immerhin ist sein bisheriges Hauptwerk "Alraune" eine in acht Heften erschienene, gut 200 Comicseiten lange Porno-Saga. Das Werk bildete nicht nur lange Zeit durch seinen Erfolg das finanzielle Rückgrat des Independent-Verlages Schwarzer Turm, sondern öffnete dem Zeichner auch Türen ins Ausland. "Alraune" erschien inzwischen in den USA und diversen europäischen Staaten und wurde auch in Deutschland mehrmals aufgelegt.

Aber man täte dem 1973 in Braunschweig geborenen Künstler Unrecht, würde man ihn ausschließlich in der Schmuddelecke verorten. Seine wahre Vorliebe gilt dem Horror und der Phantastik. Seine ersten Erfahrungen als Comiczeichner machte der mit den Schlümpfen ebenso wie mit "American Werewolf" aufgewachsene Greis im legendären Underground-Magazin "Menschenblut". Auffällig wurde er durch seinen aufwändigen, extrem plastisch wirkenden Stil, der vor allem in Farbe hervorragend zur Geltung kommt und in den letzten Jahren zusehends verfeinert wurde.

Greis' neuestes Projekt ist "Luna", eine Science-Fiction-Serie, die ebenfalls beim Schwarzen Turm erscheint, aber weitgehend ohne nackte Haut auskommt. In einer düsteren Zukunft kämpft die junge Puni darum, ihr Kind austragen zu dürfen. Greis, der eigentlich nach "Alraune" etwas kürzer treten und vorerst keine Seriencomics mehr machen wollte, war vom Skript des Autors Rochus Hahn (beteiligt u.a. am Drehbuch von "Das Wunder von Bern") so überzeugt, dass er die achtteilige Saga sofort in Angriff nahm. Die Comic-Kurzgeschichte "Hundeleben" stellte Greis SPIEGEL ONLINE exklusiv zur Verfügung.

Stefan Pannor



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