Preis der Buchmesse: Leipzig entdeckt den Jahrgang 1983/84

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Schriftstellerin Lisa Kränzler: Nominiert für "Nachhinein"

Überraschung in Leipzig: Neben populären Familienromanen haben es die jungen Schriftstellerinnen Lisa Kränzler und Anna Weidenholzer mit ihren Büchern auf die Liste der Nominierten für den Preis der Buchmesse geschafft. Auch die Kandidaten für Sachbuch und Essayistik stehen fest.

Leipzig/Berlin - Die Liste der Nominierten bietet einige Überraschungen: Wie die Veranstalter der Messe am Donnerstag bekannt gaben, ist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik unter anderem die noch wenig bekannte, 1983 geborene Freiburger Schriftstellerin Lisa Kränzler nominiert. Ihr neuer, zweiter Roman "Nachhinein" erscheint Ende Februar. 2012 hatte Kränzler "Export A" veröffentlicht, die dramatische, ein wenig unbehauen wirkende Geschichte eines Schüleraustauschs in Kanada.

Auch die 1984 geborene Wienerin Anna Weidenholzer ist vom Literaturbetrieb noch nicht richtig entdeckt worden. Sie steht mit "Der Winter tut den Fischen gut" auf der Liste. Ralph Dohrmann ist für den bereits im Herbst 2012 erschienenen Familienroman "Kronhardt" nominiert. David Wagner für sein im März erscheinendes Buch "Leben", der Geschichte einer Organtransplantation. Mit Birk Meinhardts "Brüder und Schwestern" findet sich auch ein in der DDR spielender Roman in der Auswahl - letzte Reminiszenz an das einstmals klar ostdeutsche Profil der Auszeichnung..

Auch in den Kategorien Sachbuch und Übersetzung wurden jeweils fünf Kandidaten benannt. Beim Sachbuch sind dies Götz Aly für "Die Belasteten. Euthanasie 1939-1945", Kurt Bayertz für "Der aufrechte Gang", Hans Belting für "Faces. Kulturgeschichte des Gesichts", Helmut Böttiger für "Die Gruppe 47" und Wolfgang Streeck für "Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus".

Bei den Übersetzern: Eva Hesse für ihre Übertragung von Ezra Pounds "Cantos", Maralde Meyer-Minnemann (António Lobos "Der Archipel der Schlaflosigkeit"), Alexander Nitzberg ( Michail Bulgakows "Meister und Margarita"), Claudia Ott ("101 Nacht") und Andreas Tretner ( Michail Schischkins "Briefsteller")

Die Auszeichnungen werden am 14. März bei der Leipiziger Buchmesse vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Im Jahr 2012 wurde Wolfgang Herrndorf mit dem Preis der Leipziger Buchmesse auszeichnet.

sha/dpa

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1. überraschung?
nele1 07.02.2013
Hubert Winkels entdeckt doch IMMER junge Frauen, was soll denn daran überraschend sein?
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