"Guardian" und "Washington Post" Pulitzerpreis für Aufdeckung des NSA-Skandals

Die weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten geht an die Zeitungen "Guardian" und "Washington Post". Sie werden für die Aufdeckung des NSA-Skandals geehrt. Der "Boston Globe" wurde für die Berichterstattung beim Marathon-Anschlag ausgezeichnet.

Edward Snowden: Informant des "Guardian" und der "Washington Post"
AP/ WikiLeaks

Edward Snowden: Informant des "Guardian" und der "Washington Post"


New York - Für die Aufdeckung des Abhörskandals um den amerikanischen Geheimdienst NSA werden zwei Zeitungen mit dem wichtigsten der am Montag vergebenen Pulitzerpreise ausgezeichnet. Die amerikanische Ausgabe des britischen "Guardian" und die "Washington Post" bekamen den Preis, weil sie das Material des Informanten Edward Snowden veröffentlicht hatten.

Die beiden Zeitungen setzten sich gegen den "Newsday" von Long Island bei New York durch, der über Polizeigewalt berichtet hatte.

Der "Boston Globe" wurde für seine "umfassenden und einfühlsamen" Berichte nach dem Bombenanschlag auf den Boston Marathon ausgezeichnet. Für die "mutigen Berichte" über die Verfolgung der muslimischen Minderheit Rohingya in Birma erhielt die Nachrichtenagentur Reuters einen Preis.

Die Pulitzerpreise werden seit 1917 vergeben und gelten als weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten.

Die prestigeträchtigen Trophäen werden in 14 Kategorien vergeben: neben dem Journalismus auch für die Bereiche Theater, Musik, Lyrik, Belletristik und Sachbuch. Die Schriftstellerin Donna Tartt wurde für ihren Roman "Der Distelfink" ("The Goldfinch") ausgezeichnet, Annie Baker erhielt einen Preis für ihr Drama "The Flick".

sun/dpa/AP



insgesamt 9 Beiträge
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Mensch Meier 14.04.2014
1. Guardian Super! Washington Post? naja...
Wahrscheinlich aber wollte man die Amerikaner damit etwas besänftigen
gerhard38 14.04.2014
2. .
Der Pulitzer-Preis für die Aufdeckung des NSA-Skandals ist sowohl eine Rechtfertigung für die Aktionen von Herrn Snowden als auch eine sehr verdiente Ohrfeige für die Kriminellen der NSA sowie deren obersten Dienstherr, Barack Obama. Nun fehlt noch der Friedens-Nobel-Preis für Snowden um diese sich selbst lobende "Demokratie", USA, wirklichkeitsgetreu vorzuführen.
gandhiforever 15.04.2014
3. Bravo
Zitat von sysopAP/ WikiLeaksDie weltweit wichtigste Auszeichnung für Journalisten geht an die Zeitungen "Guardian" und "Washington Post". Sie werden für die Aufdeckung des NSA-Skandals geehrt. Der "Boston Globe" wurde für die Berichterstattung beim Marathon-Anschlag ausgezeichnet. http://www.spiegel.de/kultur/literatur/pulitzer-preis-guardian-und-washington-post-fuer-nsa-recherche-geehrt-a-964415.html
Wenigstens gibt es noch Zeitungen, die sich nicht einschuechtern lassen. Die Anhaenger des Ueberwachungsstaates werden die Preisverleihung natuerlich wieder als Beweis fuer die staatsfeindliche Einstellung der 'liberal media' sehen, doch laesst sich ein Grossteil der Buerger nicht fuer dumm verkaufen. Ein Jahr ist es nun her, dass in Boston zwei Bomben hoch gingen und viele Menschen mit grossem Leid ueberzog. Auch die aktuelle Berichterstattung des Boston Globe damasl war hervorragend.
porstel40 15.04.2014
4. Toll ...
... nun fehlt nur noch, dass Obama den Friedensnobelpreis aberkennt bekommt und dieser an Snowden weiter gereicht wird. In den Regierungskreisen von D. wuerde aber deshalb trotzdem niemand aufwecken.
daten.waesche@gmail.com 15.04.2014
5. Der Preis ist heiß
Was will man erreichen mit so einem Preis? Die Wirklichkeit die Greenwald beschreibt, fordert, sucht und uns aufdrängt, soll das Leben wertvoller machen. Hundertfach werden weltweit Gangster derzeit ans Messer geliefert, wie in all den Serien mit gesetzlosen Kommissaren die, das Böse, gesetzlos, bekämpfen. Gäbe es Greenwald nicht, hätte die NSA jetzt Preise und Lob erhalten, für ihre weltweiten Erfolge, die sie nun zwar hat, aber sich verstecken muss hinter Anti-Terrorkampf. Und man sollte nicht genauer hinsehen, denn Greenwald wird gefördert von einem Pierre Omidyar, der mit den USA gemeinsam die Kontras in der Ukraine unterstützte und Wikileaks sein Paypal verweigerte. Der Preis ist heiß
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