Renommierter "Costa Book Award" Autorinnen dominieren Wettbewerb

Herztod eines Kindes, Stalin-Biographie, Anti-Kriegs-Roman: Die fünf Gewinner des englischen Literaturpreises "Costa Book Award" stehen fest. Sie treten am 22. Januar im Rennen für das "Book of the Year" an.


35 Jahre hieß einer der begehrtesten Literaturpreise Großbritanniens Whitbread Award, seit 2006 trägt er den Namen der Kaffeehaus-Kette Costa. Gestern hat Jurypräsidentin Joanna Trollope die fünf Preisträger der Costa Awards 2007 bekannt gegeben. Für die Auszeichnungen in den Kategorien Roman, Erstlingsroman, Biographie, Kinderbuch und Lyrik erhalten sie je 5.000 Pfund und konkurrieren am 22. Januar um den mit 25.000 Pfund dotierten Preis für das "Buch des Jahres".

Das Rennen dominierten Schriftstellerinnen: Die Schottin A.L. Kennedy wurde für den besten Roman ("Day") prämiert, der den Zweiten Weltkrieg aus der Sicht eines Piloten der Royal Air Force schildert, seine Kriegsgefangenschaft und innere Leere in der Nachkriegszeit skizziert.

Ann Kelley gewann mit "The Bower Bird" die Auszeichnung für das beste Kinderbuch. Inspiriert hat sie die Geschichte ihres ältesten Sohnes Nathan, der als Frühchen mit einem Herzfehler zur Welt kam, eine Lebensdauer von nur einer Woche prognostiziert bekam und im Alter von 24 Jahren starb. Aus der Sicht einer schwerkranken Zwölfjährigen schildert sie eine Herz- und Lungentransplantation.

Leichtfüßiger ist Catherine O'Flynns in einem Einkaufszentrum spielender Debütroman "What Was Lost", über den die Jury urteilte: "Humor und Pathos in einem clever konstruierten, fesselnden Mysterienspiel".

Für ihren dritten Gedichtband "Tilt" erhielt Jean Sprackland den Lyrikpreis, "Young Stalin" von Simon Sebag Montefiore wurde als beste Biographie ausgezeichnet.

lw



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