Schriftsteller Feridun Zaimoglu: "Liebe ist reaktionär"

Er glaubt, dass die Integration von Ausländern in Deutschland auf gutem Wege ist, und outet sich gerne als glühender Romantiker: Der türkischstämmige Schriftsteller Feridun Zaimoglu sprach mit SPIEGEL ONLINE über Schäubles Islamgipfel und seinen neuen Roman "Liebesbrand".

SPIEGEL ONLINE: Herr Zaimoglu, Sie waren mit Ihrem neuen Buch für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Leider haben Sie ihn nicht bekommen, aber ist allein die Nominierung für einen deutschen Literaturpreis für Sie eine Anerkennung als einheimischer Autor?

Schriftsteller Zaimoglu: "Ich fühle mich wie ein Traumtänzer"
DDP

Schriftsteller Zaimoglu: "Ich fühle mich wie ein Traumtänzer"

Zaimoglu: Ich fühle mich für meine Bücher gewürdigt, denn ich fühle mich als Deutscher, da brauche ich keine Bestätigung. Ich weiß, wer ich bin und woher ich stamme. Was ich mit gesamtdeutschem Konsens meinte, ist eine bestimmte Art, einen Kompromiss zu finden. Es gab mal eine Zeit, in der in Liebesdingen die Klugschwätzerei vorherrschte. Junge Männer und Frauen haben sich als Berufserwachsene und in spröder Melancholie versucht. Das Wort Liebe wurde sowieso nicht in den Mund genommen.

SPIEGEL ONLINE: Im Herbst wird die Türkei Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. Da sind Sie auch involviert – etwa als türkischer Autor?

Zaimoglu: Ich bekam einen Anruf aus dem türkischen Kultusministerium, es hieß, es kommen türkische Schriftstellerinnen und Schriftsteller, hätten Sie Lust, als deutscher Schriftsteller an Podiumsdiskussionen teilzunehmen? Da habe ich sofort zugesagt. Es geht endlich mal nicht um Identität und um diese leidigen Fragen. In diesem Bereich ist man in der Türkei lässiger geworden.

SPIEGEL ONLINE: Von "Kanak Sprak" zum hohen Ton der Romantik, den Sie in Ihrem neuen Roman "Liebesbrand" anschlagen, haben Sie im Laufe Ihrer Karriere viele Häutungen durchgemacht.

Zaimoglu: Ja, dieses Buch ist anders, es ist ein Liebesroman. Ich weiß, wie bekloppt esoterisch das klingt, aber es ist Wahnsinn, wie das zurückwirkt. Hier bin ich tatsächlich seltsam romantisch angewandelt. Bei "Leyla" hatte ich ein ganz anderes Gefühl, weil ich mich über 535 Seiten hinweg in eine Frau hineinversetzen musste. Mogeln ging nicht, deshalb fühle ich mich noch immer wie ein kindlicher Traumtänzer.

SPIEGEL ONLINE: Den fulminanten Auftakt des Romans bildet ein Busunglück, das der Ich-Erzähler David knapp überlebt. Sie selbst hatten vergangenes Jahr genau so einen Unfall. Ist der Weg von der Realität zur Literatur ein kurzer?

Zaimoglu: Ich habe unmittelbar danach für ein Magazin darüber geschrieben, das war für mich wie eine Entgiftung. In "Liebesbrand" war ich schon abgekühlt, hatte mehr Abstand. Da war eher die Frage wichtig, wieso soll ich mich mit biografischen Details über den Ich-Erzähler verzetteln, da ist es viel besser, gleich ohne Wenn und Aber einzusteigen.

SPIEGEL ONLINE: In Ihrem Roman schreiben Sie beinahe eskapistisch über die romantische Liebe. Ist das nicht etwas altmodisch?

Zaimoglu: Ich habe es nicht anders erlebt, Liebe ist hochreaktionär. Liebe lebt von der Ausschließlichkeit und vom Ausschluss. Als Mann möchte ich mit der Frau alleine sein, ich möchte, dass sie mich als ihren Mann erkennt. Aber es ist falsch, anzunehmen, dass Romantiker, wie ich einer bin, sich der Realität verweigern, dass sie Schwätzer sind und nur Puderzucker streuen. Natürlich wollen wir die Dinge verschönern, aber wir wissen auch, was schlechter Geruch ist, wir haben die Realität inhaliert.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie keine Lust mehr auf harte Politik und Integrationsdebatten?

Zaimoglu: Als öffentliche Person habe ich natürlich die eine oder andere Bemerkung dazu gemacht, auch aus einer Wut heraus. Aber ich gehöre zu denen, denen das meiste, was sie gesagt haben, etwas peinlich ist.

SPIEGEL ONLINE: Meinen Sie Ihren Debatten-Beitrag im "Tagesspiegel" zum Integrationsgipfel im vergangenen Jahr? Darin haben Sie wütend gegen "rechtskonservative Metzger" anschrieben, die "gegen muslimische Migranten fremdenfeindlich eifern", und zugleich behauptet, es gäbe in Deutschland keine Parallelwelten.

Zaimoglu: Ich finde es nach wie vor richtig, dem Wirt manchmal auf den Tisch zu hauen und zum Beispiel lumpenhafte opportunistische Politiker zu kritisieren. Doch mit der Zeit hatte ich keine Lust mehr auf mein eigenes Geschwätz. Ich wollte mich auf mein Kerngeschäft konzentrieren und mal nicht den frechen Rüpel spielen.

SPIEGEL ONLINE: Das klingt nach Resignation.

Zaimoglu: Ich bin grundoptimistisch. Der deutsche Weg ist vielleicht unspektakulär, aber sehr effektiv. Die angeblichen multikulturellen Paradiese wie Frankreich oder Holland sind doch alle abgefackelt. Natürlich gibt es in Deutschland Probleme und Defizite, aber im Vergleich stehen wir gut da. Was ich auf den Tod nicht abkann, ist, wenn man auf einfache Menschen herabsieht, wenn ihr Glaube als Abfallprodukt der Moderne abgetan wird. Ich komme selbst aus Barackenverhältnissen, ich kann diese Arroganz der Macht nicht ertragen.

SPIEGEL ONLINE: Mal konkret, hat sich die Situation der Muslime in Deutschland nach der Islamkonferenz im vergangenen Jahr denn verbessert?

Zaimoglu: Es hat sich ordentlich was getan. Erst einmal, Schluss mit dem Obskurantismus! Die Debatte wird unter den Augen der Öffentlichkeit ausgetragen, das finde ich wunderbar. Wenn Schäuble sagt, der Islam ist ein Teil der deutschen Gesellschaft, dann verweist er ja auf das Deutschland in 40 Jahren. Es wächst zusammen, aber man muss natürlich die dunklen Punkte ausleuchten.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben ja damals Ihren Platz in der Konferenz für eine Kopftuch tragende Vertreterin der "Neomusliminnen" geräumt, die, wie Sie sagen, den Identitätskonflikt längst hinter sich haben. Wie steht es denn mit Ihrer Romanfigur David, der ja auch türkische Wurzeln hat?

Zaimoglu: Er hat kein Problem mit seiner Identität, und in der eigentlichen Geschichte spielt das auch keine Rolle. So ist das auch in der Realität: Natürlich gibt es Identitätshöker und Deutschlandverweigerer, aber die sind in der Minderheit. Für die meisten türkisch- und kurdischstämmigen Deutschen der zweiten und dritten Generation gibt es keine Demarkationslinien ethnischer Natur. Ich sehe da eher einen Pragmatismus. Hinwendung zu den wichtigen Dingen des Lebens, ein Identitätskonflikt ist nicht wichtig.

SPIEGEL ONLINE: Trotzdem machen Sie den Antagonismus "Westen versus Orient" auf. An einer Stelle heißt es: "Ich war ein durch und durch degenerierter Mann des Abendlandes, und von der Tradition der orientalischen Frauenanbetung hatte ich keine Ahnung."

Zaimoglu: David meint das ironisch gegenüber seinen türkischen Verwandten, die große Worte machen von orientalischer Tradition und Leidenschaft. Aber das sind alles nur Behauptungen. Das ist Deutschland-ist-kalt-Prosa, das hat nichts mit der Realität zu tun.

SPIEGEL ONLINE: Worin unterscheidet sich denn das romantische Liebeskonzept vom Orientalischen?

Zaimoglu: Ich selbst fühle mich der deutschen Romantik zugehörig. Aber wegen meiner Biografie und meines Namens werde ich automatisch der orientalischen Seite zugeschlagen. Dabei unterscheiden sich diese beiden Konzepte gar nicht so sehr. Das Minnesängerische, die Körperlichkeit, das haben die Romantik und die orientalische Tradition der Frauenanbetung gemeinsam. Das ist ein körperliches Verlangen.

SPIEGEL ONLINE: David will diese Frau, sie heißt Tyra, besitzen, er sieht sie als Reagierende, nichts als Agierende. Ist das nicht ein konservatives Frauenbild?

Zaimoglu: Ich glaube nicht, dass das konservativ ist, er sehnt sich nach ihr, er ist kein Starker, sondern geht auf ihre Bedingungen ein. Klar, ist er ungestüm, und er macht eine lächerliche Figur dabei. Das ist nicht zu vermeiden.

SPIEGEL ONLINE: Kann so eine unbändige Liebe tatsächlich funktionieren?

Zaimoglu: David hat sie so herbeigesehnt. Aber diese schöne Frau hat eine andere Form der Liebe gewählt, den Glauben. Das ist für einen romantisch Entfesselten wie David natürlich die Hölle. Trotzdem hebt er sie empor.

SPIEGEL ONLINE: Ist das der Grund, warum Liebesfilme immer dann aufhören, wenn es am Schönsten ist?

Zaimoglu: Ja, weil dann der Alltag kommt, mit Papis und Mamis und dreckigen Badezimmern. Deshalb bin ich auch ein Befürworter von zwei getrennten Wohnungen!

Das Interview führte Jenny Hoch auf der Leipziger Buchmesse.

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insgesamt 23 Beiträge
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1.
avollmer 13.03.2008
Zitat von sysopWas haben sich vorgenommen zu lesen?
Auf meiner Liste für die nächsten Wochen stehen: - "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben" von E. v. Hirschhausen, sein Spott und Zynismus lässt mich einer verwandten Seele begegnen. - "Fun Home" von A. Bechdel, nicht mehr ganz taufrisch, aber "Persepolis" war eben früher im Jahr dran. - "Meine Küche" von V. Klink, für gehaltvolle Ideen. - "Hex and the city" von S.R. Green, weil man da gleichzeitig einen Krimi und einen Fantasyroman lesen kann und Potter oder Bartimäus wirklich etwas für Kinder ist. - "Ich musste immer lachen" von D. Hildebrandt, weil mich hier die Sicht eines "zu früh geborenen" Spötters auf das vergangene Jahrhundert interessiert. - "Essbare Gärten" von Quast und Bomben, weil ich mir Appetit machen lassen will. - "Der Junge aus Casablanca" von Omar B., weil es eine andere Sicht auf ein anderes Migrantenproblem ist und weil Paul Henreid zwar 100 würde dieses Jahr, aber kein Buch zu ihm oder Casablanca erscheint. - "Nach der Befreiung - Tagebuch aus Vietnam" von W. Skrobanek, weil auch Lyndon B. Johnson 100 würde und dieses Buch von den Ereignissen Mitte der 70er erzählt. - "A Prisoner of Birth", der neue Jeffrey Archer im Original, da warte ich nicht auf die Übersetzung. - noch ungeschrieben und deshalb nur ein Wunsch, eine Gerhard Schröder Biographie aus heutiger Sicht ... Was ich nicht mehr fertig lesen werde: - "Feuchtgebiete" von C. Roche, weil ich an der Wand einen Spiegel hängen habe und das wirkliche Leben lebe statt davon zu lesen, wer das Leben aber noch vor sich oder schon hinter sich hat, dem kann ich das Buch empfehlen. - "Die Tore der Welt" von K.Follet, auch wenn ich seine Säulen damals gelesen habe und deshalb zur Fortsetzung gegriffen habe, ich habe mich in fast zwei Jahrzehnten weiterentwickelt, Follet nicht. Wer seine Säulen aber erst kürzlich gelesen hat oder noch ist wie damals, der wird seine Freude daran haben. Inzwischen ist es für mich nur noch ein guter aber ermüdender Kolportageroman, der mich nicht mehr berührt hat. Was ich noch nachzuholen habe, liegt schon rum: - "Tannöd" als Paperback. - "The Appeal" von J. Grisham im Original, da konnte ich nicht warten bis es auf deutsch erscheint, bin aber noch nicht zum lesen gekommen. Was ich sonst noch vermisse ist kein Buch, sondern eine deutsche Fassung des Beatrix Potter Films "Miss Potter".
2.
avollmer 13.03.2008
Zitat von sysopWas haben sich vorgenommen zu lesen?
Auf meiner Liste für die nächsten Wochen stehen: - "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben" von E. v. Hirschhausen, sein Spott und Zynismus lässt mich einer verwandten Seele begegnen. - "Fun Home" von A. Bechdel, nicht mehr ganz taufrisch, aber "Persepolis" war eben früher im Jahr dran. - "Meine Küche" von V. Klink, für gehaltvolle Ideen. - "Hex and the city" von S.R. Green, weil man da gleichzeitig einen Krimi und einen Fantasyroman lesen kann und Potter oder Bartimäus wirklich etwas für Kinder ist. - "Ich musste immer lachen" von D. Hildebrandt, weil mich hier die Sicht eines "zu früh geborenen" Spötters auf das vergangene Jahrhundert interessiert. - "Essbare Gärten" von Quast und Bomben, weil ich mir Appetit machen lassen will. - "Der Junge aus Casablanca" von Omar B., weil es eine andere Sicht auf ein anderes Migrantenproblem ist und weil Paul Henreid zwar 100 würde dieses Jahr, aber kein Buch zu ihm oder Casablanca erscheint. - "Nach der Befreiung - Tagebuch aus Vietnam" von W. Skrobanek, weil auch Lyndon B. Johnson 100 würde und dieses Buch von den Ereignissen Mitte der 70er erzählt. - "A Prisoner of Birth", der neue Jeffrey Archer im Original, da warte ich nicht auf die Übersetzung. - noch ungeschrieben und deshalb nur ein Wunsch, eine Gerhard Schröder Biographie aus heutiger Sicht ... Was ich nicht mehr fertig lesen werde: - "Feuchtgebiete" von C. Roche, weil ich an der Wand einen Spiegel hängen habe und das wirkliche Leben lebe statt davon zu lesen, wer das Leben aber noch vor sich oder schon hinter sich hat, dem kann ich das Buch empfehlen. - "Die Tore der Welt" von K.Follet, auch wenn ich seine Säulen damals gelesen habe und deshalb zur Fortsetzung gegriffen habe, ich habe mich in fast zwei Jahrzehnten weiterentwickelt, Follet nicht. Wer seine Säulen aber erst kürzlich gelesen hat oder noch ist wie damals, der wird seine Freude daran haben. Inzwischen ist es für mich nur noch ein guter aber ermüdender Kolportageroman, der mich nicht mehr berührt hat. Was ich noch nachzuholen habe, liegt schon rum: - "Tannöd" als Paperback. - "The Appeal" von J. Grisham im Original, da konnte ich nicht warten bis es auf deutsch erscheint, bin aber noch nicht zum lesen gekommen. Was ich sonst noch vermisse ist kein Buch, sondern eine deutsche Fassung des Beatrix Potter Films "Miss Potter".
3.
Muffin Man 14.03.2008
Naja, betrachtet man so die Berichterstattung (http://www.focus.de/kultur/buecher/leipziger-buchmesse_aid_265056.html) über die Leipziger Buchmesse, wo sich Gossenpoesie (oder die Verklärung des Prekariats), Helge Schneider und das Pflichtquantum "Ostalgie" feiern lassen, kann man als anspruchsvoller Leser resigniert zum Schluß kommen, daß es für die Deutsche Literatur heilsam wäre, ein Jahr lang *gar kein Buch* mehr zu kaufen... Leider würde der Händler, der für die zum Event erhobene Misere ja am wenigsten kann, damit als erster gestraft sein. Die FAZ (http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E3933178E789740398BE1BC944FD53BD0~ATpl~Ecommon~Scontent.html) benennt immerhin die opinion leader des Zeitgeistes... der Spiegel (http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,540145,00.html) frohlockt und hat eigens in der Rubrik "Blogs" noch einen bislang nicht so stark frequentierten Thread (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=3468) dazu eröffnet... Am vernünftigsten zeigt sich noch Eric Vigne, der der Frankfurter Rundschau (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=77dd98b3b0ac0d4b8bfa6b77953eb5ed&em_cnt=1302112) ein Interview gegeben hat. Vielleicht könnte diese Neuinterpretation uralter Sagen immerhin auf breiter Basis wieder Interesse an einigen der ältesten literarischen Überlieferungen abendländischer Kultur wecken: Edmund Jacoby: Sagen des Altertums (http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?action=detail&url_ISBN=9783836951838&url_webkat=&url_sek_navi=) (Mit Illustrationen von Kat Menschik) Brisant ist sicher Heinz Bude: Die Ausgeschlossenen (http://www.hanser.de/buch.asp?isbn=978-3-446-23011-8&area=Literatur) - auch hierzu ein lesenswertes Interview (http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Heinz-Bude;art138,2493030).
4.
KLMO 14.03.2008
[QUOTE=Muffin Man;2064420]online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=77dd98b3b0ac0d4b8bfa6b77953eb5ed&em_cnt=1302112]Frankfurter Rundschau[/url] ein Interview gegeben hat. QUOTE] Hochinteressant und treffend das Interview. Zwei Passagen treten besonders hervor: Talent wird zunehmend ersetzt durch einen Bekanntheitsgrad in den Medien, wobei der Lektor immer stärker zum Spielball der Medien wird. Die zweite Passage ist eine wunderbare Definition über das Buch: "Doch wenn Diderot und Kant von Anfang an darauf bestanden haben, dass es keine Ware wie die anderen ist, dann deshalb, weil das Buch kein nützliches Gut ist wie ein Möbelstück oder ein Bett, sondern ein Erfahrungsgut: Je nach Charakter, Erwartung und Erfahrung wird jeder ein Buch anders lesen."
5.
fingerzeiger 14.03.2008
Auf jeden Fall "Die Tore der Welt" von Ken Follet
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Feridun Zaimoglu wurde 1964 in der Türkei geboren und kam mit vier Monaten nach Deutschland. Mit seinem ersten Buch "Kanak Sprak" machte Zaimoglu den Jargon junger türkischstämmiger Deutscher literaturfähig. 2006 veröffentlichte er den Roman "Leyla" und erntete begeisterte Kritiken. Zaimoglu wehrt sich immer wieder gegen die negative Berichterstattung der Medien über Integrationsfragen. Zur letztjährigen Islamkonferenz räumte er spektakulär seinen Teilnehmer-Platz für eine Repäsentantin der Kopftuch tragenden Musliminnen.

Buchtipp
Feridun Zaimoglu:
"Liebesbrand"
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln; 384 Seiten; 19,95 Euro.
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