Simmel-Zitate "Der Nationalsozialismus ist mein Lebenstrauma"

Er arbeitete sich an Hitler ab, sinnierte schon früh über Umweltschutz und betrachtete Schreiben als Therapie. Der österreichische Beststellerautor Johannes Mario Simmel war ein Moralist und Zeitkritiker. SPIEGEL ONLINE präsentiert eine Auswahl von Zitaten.


"Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen."

"Wenn jeder Mensch auf der Welt nur einen einzigen anderen Menschen glücklich machte, wäre die ganze Welt glücklich."

"Die Welt kann man als Schriftsteller nicht verändern. Aber gewisse Sauereien kann man abstellen."

"Es gibt im Leben nur eine Sünde, und die ist: den Mut zu verlieren."

"Der Sinn des Lebens ist, dass jeder seine Pflicht tut."

"Es ist immer noch besser, das eigene Nest zu beschmutzen als fremde."

"Der Nationalsozialismus ist mein Lebenstrauma."

"Der Nationalsozialismus ist eine Pest, die Generationen überspringt."

"In diesem Land war man immer auf dem rechten Auge blind."

"Das Schreiben fasziniert mich so sehr, dass, wenn es mir verboten würde, ich langsam daran sterben würde."

"Je leichter ein Buch zu lesen ist, desto schwerer wurde es geschrieben."

"Schreiben war immer Therapie. Sonst hätte ich mir nach dem Grauen des Zweiten Weltkriegs doch gleich das Leben nehmen können."

"In Deutschland bedeutet Erfolg das Abonnement auf schlechte Kritiken."

"Das Studieren lehrt uns die Regel - das Leben die Ausnahmen."

"Ich habe viele getroffen, die klüger waren als Männer - und fast alle sind mutiger." (über Frauen)

"Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, dass es nach dem Tod weitergehen könnte. [...] Wenn ich gestorben bin, dann soll verflucht noch mal Schluss sein."

tdo/dpa



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