Sondermann 2009 Gevatter Tod und ein paar Knollennasen

4. Teil: Fernandez: Wehe, du kotzt mir auf die Theke!


Miguel Fernandez gehört zum Cartoon-Nachwuchs Deutschlands. Dabei zog es den 1974 geborenen Zeichner ursprünglich zum Comic. "Felsfest Open Air" hieß seine erste Veröffentlichung und erzählte vom Besuch eines Rockfestivals der Liebe wegen. Das romantisch-ironische Kleinalbum im klassischen frankobelgischen Stil war zugleich die Diplomarbeit des Künstlers.

Aliens landen bei Fernandez: naiv-niedlicher Charme
Lappan Verlag / Miguel Fernandez

Aliens landen bei Fernandez: naiv-niedlicher Charme

Fernandez' Cartoons dagegen haben wenig mit Liebe und Romantik zu tun. "Cookies löschen?" fragt verzweifelt das Krümelmonster am Computer. "Vorne kurz, hinten lang, und die Koteletten stehen lassen!", bittet das Schaf beim scheren. "Tauchen kann rötlich sein", stellt der rotgefärbte Taucher fest.

Fernandez' hohe Kunst sind tiefergelegte Wortspiele, die er mit naiv-niedlichem Charme präsentiert. Davon veröffentlicht er regelmäßig neue, zum Beispiel im deutschen "Mad". "Wehe, du kotzt mir auf die Theke!" ist die erste ganz und gar eigene Cartoonveröffentlichung des Zeichners, der daneben bereits in diversen Anthologien publiziert und ein Video für die Berliner Fun-Metal-Band Knorkator gedreht hat. Bereits nach wenigen Monaten ging das Buch in die zweite Auflage.


Miguel Fernandez: "Wehe, du kotzt mir auf die Theke!", Lappan, 64 S.; 10,00 €



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