"Tannöd"-Krimi Richter sieht keine Verletzung des Urheberrechts

Die Schriftstellerin Andrea Maria Schenkel muss wahrscheinlich keinen Schadensersatz zahlen. Ein Journalist hatte die Krimi-Autorin wegen Urheberrechtsverletzungen in ihrem Bestseller-Roman "Tannöd" verklagt.  


München - Das Landgericht München hat noch nicht entschieden, aber der Vorsitzende Richter Thomas Kaess gab heute klar eine Richtung im Fall "Tannöd" vor: Die Plagiatsvorwürfe des Journalisten Peter Leuschner gegen die Krimiautorin Andrea Maria Schenkel können aller Voraussicht nach nicht bestätigt werden. 

Autorin Schenkel: Kein Ideen-Raub nachweisbar
DPA

Autorin Schenkel: Kein Ideen-Raub nachweisbar

Leuschner hatte im vergangenen August gegen Schenkel geklagt. Der Grund: Die Autorin soll für ihren Bestseller-Roman "Tannöd" aus seinen Sachbüchern zu einem Mordfall im oberbayerischen Hinterkaifeck in den 20er Jahren abgeschrieben haben. Er forderte Schadensersatz. Der geschätzte Streitwert beträgt Presseberichten zufolge rund 500.000 Euro.

Richter Thomas Kaess machte Leuschner keine Hoffnung. Stattdessen regte er zu einer außergerichtlichen Einigung an. Beispielsweise könnten die Sachbücher des Journalisten künftig in "Tannöd" gewürdigt werden.

Kommt es nicht zu einer gütlichen Einigung, will das Gericht am 21. Mai seine Entscheidung bekanntgeben.

cc/ddp



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