Taschenbuch-Bestseller: Koffer packen, abhauen

Patricia Schultz weiß, wo man unbedingt gewesen sein muss. Die überarbeitete Neuausgabe ihres internationalen Bestsellers "1000 Places To See Before You Die" mit 200 neuen Reisezielen steigt auf Platz 18 der SPIEGEL-ONLINE-Sachbuch-Charts ein.

"Ich kehre selten an Orte zurück, an denen ich schon gewesen bin - es gibt einfach zu viele Orte, die ich noch nicht kenne", schreibt die Reisejournalistin Patricia Schultz im Vorwort. Eine gute Voraussetzung, um ein Buch mit dem Titel "1000 Places To See Before You Die" zu schreiben.

Oberstes Credo: Es werden nur Orte vorgestellt, denen Schultz auch tatsächlich einen Besuch abgestattet hat. Mindestens eine Reise ist bei der Autorin daher immer in Planung, manchmal sogar vier gleichzeitig. Durchschnittlich etwas mehr als zweimal im Monat fliegt sie beruflich durch die Welt - 22 internationale Flüge innerhalb von acht Wochen kommen aber auch schon einmal vor. Ein Sofa fehlte im Hause Schultz jahrelang, "weil ich nie zu Hause war, um darauf zu sitzen", erzählte sie der Zeitschrift "Time".

Die Leidenschaft für das Reisen entwickelte die Autorin aus New York City schon in ihrer Kindheit. Bei einer Partie "Risiko" interessierte sie weniger das eigentliche Ziel des Spiels, nämlich die Herrschaft über die Welt, vielmehr lockten sie die exotischen Namen auf dem Spielbrett wie Madagaskar und Siam. Mit 15 Jahren tauchte Patricia Schultz das erste Mal in einen fremden Kontinent und eine gänzlich unbekannte Kultur ein: Sie besuchte eine Schulfreundin in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Das "Aha-Erlebnis", wie sie es bezeichnet, prägte die Journalistin, die unter anderem für "BusinessWeek", das "Wall Street Journal" und Berlitz gearbeitet hat.

Das 2003 erstmals erschienene Buch "1000 Places To See Before You Die" wurde weltweit mehr als 3 Millionen Mal verkauft, allein in Deutschland gingen 750.000 Exemplare über die Ladentheke. In der nun erschienenen Neuausgabe sind noch einmal 200 neue Reiseziele in 28 Ländern hinzugekommen. Einige der vorgestellten Orte hatte sie "vorher gar nicht auf dem Schirm", wie zum Beispiel Ghana, Nicaragua oder Südkorea. Andere Länder wiederum erholten sich vor rund zehn Jahren noch vom Zusammenbruch des Ostblocks, wie etwa Estland, Ukraine oder Slowakei. Und wieder andere Reiseziele passten damals einfach nichts mehr ins Buch. "Da hatte ich im Spaß gesagt, ich würde sie für den zweiten Band aufheben." Neun Jahre später ist es nun also soweit: Die innere Antenne, die sich angeblich immer regt, wenn Schultz an einen besonderen Ort kommt, hat wieder ausgeschlagen.

Christina Reinke, buchreport

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