Taschenbuch-Bestseller Die Liebe meines Lebens! Sie lebt?

Wiedersehen in der Métro: Alex Capus hat mit seinem Weltkriegs-Liebesdrama "Léon und Louise" Kritiker und Leser gleichermaßen überzeugt. Die Taschenbuch-Ausgabe verbessert sich in der zweiten Woche nach Erscheinen vom 16. auf den 5. Rang der SPIEGEL-ONLINE-Bestsellerliste.


Auf die Frage, was er am besten könne, antwortete der Schriftsteller Alex Capus einmal der "Berliner Morgenpost": "Unfreundliche Beamte rumkriegen, da schaffe ich jeden. Freunden beim Umzug helfen - Zeug runter- und wieder hochtragen und Ladefläche optimal nutzen, da bin ich unschlagbar. Mein Spaghetti-Sugo ist auch nicht schlecht. Und meine Bücher finde ich eigentlich auch ziemlich gut." Mehr als zehn Titel umfasst das Werk des Schriftstellers mittlerweile, darunter Romane, Porträts und Reportagen. Sein erstes Buch, der Erzählband "Diese verfluchte Schwerkraft", erschien 1994 noch im Eigenverlag.

Geboren 1961 in der Normandie als Sohn eines Franzosen und einer Schweizerin zog Capus im Alter von fünf Jahren mit seiner Mutter in die Deutschschweiz. Auf Französisch zu schreiben, kam dem Autor nie in den Sinn: "Deutsch ist im wahrsten Sinne meine Muttersprache. Französisch bleibt meine zweite Sprache." Bereits während des Studiums der Geschichte, Philosophie und Ethnologie arbeitete Capus bei verschiedenen Tageszeitungen und war anschließend bei der Schweizerischen Depeschenagentur SDA, bevor er sich dem Schreiben von Büchern widmete. Probleme, genügend Ideen zu finden, hat er nicht: "Die Welt ist voller Geschichten. Sie liegen wie Kieselsteine herum und man muss sie nur aufnehmen." Seine Bücher seien "zusammengetragen und zusammengestoppelt aus Erlebtem, Erfahrenem, Gesehenem, Gehörtem, Gelesenem oder sonst wie Empfundenem".

Zwei der Capus-Titel kamen bisher zu Bestseller-Ehren: "Eine Frage der Zeit" über drei deutsche Werftarbeiter und ihre Odyssee in Afrika sowie "Léon und Louise". Capus überzeugte Leser und Kritiker mit der Geschichte eines jungen Liebespaares, das der Erste Weltkrieg auseinanderbringt. Nach einem Fliegerangriff halten sie einander für tot. Léon heiratet und auch Louise geht ihren eigenen Weg. Erst 1928 begegnen sie sich zufällig in der Pariser Métro wieder.

Christina Reinke, buchreport

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