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Literatur-Festival: Tex Rubinowitz gewinnt Bachmann-Preis

Der Ingeborg-Bachmann-Preis geht dieses Jahr an den in Österreich lebenden Cartoonisten und Schriftsteller Tex Rubinowitz. Er erhält damit die wichtigste Auszeichnung der "Tage der deutschsprachigen Literatur" in Klagenfurt.

Tex Rubinowitz (Archivbild): Sein Text "Wir waren niemals hier" überzeugte die Jury Zur Großansicht
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Tex Rubinowitz (Archivbild): Sein Text "Wir waren niemals hier" überzeugte die Jury

Klagenfurt - Der Cartoonist und Schriftsteller Tex Rubinowitz hat den 38. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Der Autor wurde am Sonntag im österreichischen Klagenfurt für den Text "Wir waren niemals hier" ausgezeichnet. Insgesamt 13 Teilnehmer hatten vor einer Jury um den Preis gelesen. Texte von Rubinowitz sind auch auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

Tex Rubinowitz, der in Hannover geboren wurde und in Wien lebt, hatte bei dem dreitägigen Wettlesen mit seinem witzig-lakonischen Beitrag überzeugt. Dabei haben humorige Texte in Klagenfurt traditionell eher geringe Chancen. "Eine wilde, schöne und sehr seltene Liebesgeschichte", begründete die Jury ihre Wahl.

Darin beschreibt der Ich-Erzähler eine lang vergangene Beziehung mit einem Mädchen aus Litauen, einem "durch und durch pragmatischen Menschen", wie es im Text heißt. Sie leckt an Batterien und lernt Koreanisch, er studiert Kunst.

Hier gibt es den Vortrag als Video.

Nach dreitägigem Wettlesen bei den 38. "Tagen der deutschsprachigen Literatur" wurden noch weitere Preise vergeben. Der in Bern lebende Autor Michael Fehr erhielt den Kelag-Preis in Höhe von 10.000 Euro für "Simeliberg". Der in Sri Lanka geborene Senthuran Varatharajah gewann mit "Vor der Zunahme der Zeichen" den mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preis. Den Ernst-Willner-Preis in Höhe von 5000 Euro bekam die in Berlin lebende Autorin Katharina Gericke für "Down, down, down". Zum Träger des Publikumspreises über 7000 Euro kürten die Zuschauer Gertraud Klemm aus Wien für "Ujjayi", einen Text über ein Schreibaby.

Nach heftigen Diskussionen im vergangenen Jahr um ein mögliches Ende des Lesewettbewerbs scheint die Zukunft des Literaturspektakels vorerst gesichert. Es sei gelungen, die Finanzierung mithilfe von Kooperationspartnern auf eine solide Basis zu stellen und langfristig abzusichern, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bereits vor Beginn der Veranstaltung. Das 1977 ins Leben gerufene Event wird finanziell hauptsächlich vom Österreichischen Rundfunk getragen.

Tex Rubinowitz

ore/dpa

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