Berlin - Der 1910 im thüringischen Greiz geborene Musiker und Physiker starb bereits am Mittwoch in Berlin, teilte der frühere Direktor des Deutschen Museums Bonn und enge Freund Salas, Peter Frieß, am Donnerstag mit.
Sala, der an der Berliner Musikhochschule bei Paul Hindemith studiert hatte, vertonte zahlreiche Filme, darunter auch die Werbespots mit dem "HB Männchen". Der studierte Physiker arbeitete auch mit Richard Strauss, Arnold Schönberg und Arthur Honneger zusammen. Er komponierte die Musik für zahlreiche Ufa-Filme und entwickelte das durch Mark und Bein gehende Vogelgekreische in Alfred Hitchcocks Film "Die Vögel" aus dem Jahr 1963.
Bekannt wurde der Musiker vor allem durch die Erfindung und Entwicklung eines der ersten elektronischen Musikinstrumente, das "Mixtur-Trautonium", das Sala bereits in den dreißiger Jahren schuf. Es bildet Untertöne, die auf keinem klassischen Instrument erzeugt werden können. Sala war der einzige, der sein Instrument spielen konnte. Sein Lebenswerk soll an das Deutsche Museum in München gehen. Mit dem Erbe soll außerdem eine Oskar-Sala-Stiftung eingerichtet werden.
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