Berlin - Bevor Springsteen gegen Ende seines Auftritts in der "Berlin Arena" seinen Achtziger-Jahre-Hit "Born in the U.S.A." anstimmte, sagte er in gebrochenem Deutsch, das Lied sei ursprünglich eine Kritik des Vietnam-Krieges gewesen. Jetzt sei es ein Gebet für den Frieden. Als der Song im tosenden Jubel und Beifall der gut 11.000 Fans mit verzerrten Gitarren und Trommelwirbeln ausklang, rief der 53-Jährige noch laut "Peace".
"Klar, das war eine Botschaft an Bush", sagte nach dem Konzert ein Zuschauer. Bush wirft Irak vor, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln und will die Abrüstung des Landes notfalls mit Waffengewalt erzwingen.
Springsteen, der seit gut 30 Jahren einer der erfolgreichsten Rockmusiker ist, spielte in Berlin gemeinsam mit seiner berühmten Begleitgruppe "The E Street Band" knapp drei Stunden lang. Songs von seinem aktuellen Album "The Rising", bestimmten die Show. Die Platte ist geprägt von den Flugzeugattacken auf die USA am 11. September vergangenen Jahres, bei denen rund 3000 Menschen ums Leben gekommen waren. Doch auch alte Lieder wie "Born to Run" oder das eher selten aufgeführte "Incident on 57th Street" gab der "Boss", wie ihn seine Fans nennen, zum Besten.
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